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Stadt Zürich schneidet schlecht ab

Auch wenn kriminelle Jugendliche regelmässig die Schlagzeilen dominieren: Sie werden immer weniger. Das gilt in der Schweiz ebenso wie im Kanton Zürich: Im vergangenen Jahr registrierte die Kantonspolizei 2947 Delikte von Personen unter 18 Jahren. Das sind 191 weniger als 2011 und 1776 weniger als noch 2007.

Aus dem Rahmen fällt allerdings die Stadt Zürich. Nicht nur, weil hier die Kriminalität insgesamt überdurchschnittlich stark gestiegen ist – bei den Jugendlichen zeigt sich zudem statt eines Rückgangs eine Zunahme der Straftaten um satte 23 Prozent. Jürg Zingg, Regionschef bei der Stadtpolizei, findet zwei Phänomene besonders beunruhigend: Erstens ist die Zahl der Raubfälle von 73 auf 131 gestiegen. Zweitens kam es 2012 unter Jugendlichen dreimal häufiger zu sexueller Nötigung als im Vorjahr (21 statt 7 Fälle).

Die von der Stadt erhobenen Daten zeigen allerdings, dass ein grosser Teil der Straftäter gar nicht in der Stadt Zürich wohnt. Viele reisen von auswärts an, oft im Zusammenhang mit dem Ausgang. Zahlreiche Straftaten ereignen sich denn auch an den Wochenenden rund um die Partymeilen der Stadt. Diese «Nachtstadt-Ereignisse» haben in den letzten sechs Jahren um 50 Prozent zugenommen.

«Da Zürich für Nachtschwärmer ein beliebtes Ziel ist, spüren wir die Auswirkungen der 24-Stunden-Gesellschaft», sagt Zingg. Ländliche Regionen hätten in dieser Hinsicht weniger Probleme. Die Polizei will deshalb in den neuralgischen Nächten ihre Präsenz verstärken. Das neue Projekt «Night-Police» sieht hierfür 30 zusätzliche Korpsstellen vor. Ob sie tatsächlich bewilligt werden, ist aber noch offen. (awe)

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