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Stadt Zürich verzichtet auf Schenkung

Der Streit um die geschenkte Villa Muralt ist bereits mehr als ein Jahrzehnt alt. Er schwelt zwischen der Stadt und der ehemaligen Besitzerin, Adelheid von Muralt. Nun will die Stadt dem Gezerre ein Ende bereiten und verzichtet auf das Geschenk.

Der Zürcher Stadtrat will auf die Villa Muralt verzichten. Er setzt damit dem Gezerre um eine versprochene und dann widerrufene Schenkung ein Ende. Dem Gemeinderat beantragt er, grünes Licht für diesen Schritt zu geben, wie er am Mittwoch mitteilte. Der Streit geht auf einen Vertrag von 1997 zurück: Die Besitzerin der denkmalgeschützten Villa in Zürich-Höngg versprach der Stadt, ihr die Liegenschaft zu schenken. Es sollten dort Gäste von Stadt und Kanton, von ETH, Universität oder Tonhalle logieren.Verzichtsvereinbarung unterschrieben Die Frau änderte allerdings ihre Meinung, nachdem die Stadt eine Nachbarliegenschaft gekauft und dort - nach Meinung der Villenbesitzerin - Fehler gemacht hatte. 2004 teilte sie dem Stadtrat mit, sie wolle den Schenkungsvertrag widerrufen. Weder Briefwechsel noch Besprechungen änderten etwas an diesem Meinungsumschwung, wie es in der Mitteilung heisst. Nach Ansicht des Stadtrates kann die Frau den Schenkungsvertrag aber nicht einseitig widerrufen. Und der Stadtrat kann nicht so einfach verzichten. Immerhin beläuft sich der Marktwert der Villa auf 3,2 bis 4 Millionen Franken - dieser Betrag übersteigt die stadträtliche Finanzkompetenz. Im März 2013 kam Bewegung in die Sache. Der Gemeinderat überwies eine SVP-Motion, welche vom Stadtrat verlangte, auf die Schenkung zu verzichten. Vor einem guten Monat, so die Mitteilung, unterzeichneten nun Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne) und die betagte Villenbesitzerin eine Verzichts-Vereinbarung. Der Stadtrat beantragt jetzt dem Parlament, dieser Vereinbarung zuzustimmen.

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