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Stadtbus: Plötzlich ist Kurz- keine Kurzstrecke mehr

WINTERTHUR. Zur Umstellung auf die neuen Automaten werden auch die Kurzstreckenziele neu berechnet. Für Pendler aus Oberwinterthur wird es teurer: Vom Römertor zum Hauptbahnhof gilt bald der Langstreckentarif.

Für Tausende Busreisende aus Oberwinterthur ändert sich bis Ende Jahr nicht nur die Farbe der Automaten, sondern auch der Tarif. Bisher reichte in Bus 1 und 10 ein Kurzstreckenbillett vom Römertor bis zum Hauptbahnhof. Damit soll schon bald Schluss sein. Ab Herbst zahlen Reisende auf dieser Strecke den vollen Tarif für Zone 20. Ohne Halbtaxabo kostet das Billett dann 4.10 statt 2.60 Franken – ein Aufschlag von 57 Prozent.

Schuld daran sei keine versteckte Preiserhöhung, heisst es bei Stadtbus. Vielmehr habe man zeitgleich zum Austausch der Automaten auch die Reichweite aller Haltestellen neu berechnet. «Die Vorschriften dazu bestehen seit Jahren, sie wurden nicht überall konsequent angewendet», sagt Stadtbus-Finanzchef Herbert Wagenbichler.

Als Kurzstrecke gilt in Winterthur gemäss ZVV-Norm eine Fahrstrecke bis 3,2 Kilometer oder acht Haltestellen, wobei das zuerst Erreichte gilt. Das Römertor und der Bahnhof Oberwinterthur fallen nicht in diese Kategorie. Weiterhin als Kurzstrecken ab Hauptbahnhof gelten der Wülflinger Lindenplatz, die Endhaltestelle Töss und der Friedhof Rosenberg.

Kulanz bis Juni 2013

Von der Umstellung erfuhren die Kunden bisher einzig durch die Hauszeitung «Stadtbus Aktuell». «Sobald alle Automaten ersetzt sind, gelten die neuen Kurzstrecken», heisst es da. Bis im Spätherbst wird also niemand deswegen gebüsst. Sogar bis zum 31. Juni 2013 gilt die Kulanzfrist für bereits gekaufte Mehrfahrtenkarten.Seite 9

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