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Stadtbusse fahren früher

Neben dem nationalen Fahrplan ändert ab Sonntag auch bei Stadtbus Winterthur einiges. Da die Verdichtung zu Spitzenzeiten immer mehr zunimmt, befasst man sich mit Alternativen.

Die wohl wichtigste Änderung für die über 80‘000 täglichen Fahrgäste von Stadtbus: Künftig verkehren die meistfrequentierten Linien werktags bereits ab fünf Uhr früh. Sie haben Anschluss an die erste S12 Richtung Zürich.Die Busse stehen damit im Minimum nur noch drei Stunden pro Tag im Depot. Zwischen spätestens halb zwei und frühestens halb fünf Uhr morgens werden sie nicht genutzt. Vor 15 Jahren belief sich die tägliche Leerzeit der Busse noch auf rund sechs Stunden.Für die Chauffeure von Stadtbus bedeutet dies eine weitere Ausweitung der Schichtzeiten. Dennoch sei die Umstellung für sie keine grosse Sache, meint Reto Abderhalden, Kommunikationschef von Stadtbus Winterthur. «Routiniers sind sich die Schichtarbeit und das frühe Aufstehen bereits gewohnt.» Stadtbus rechnet in den nächsten Jahren nicht mit einer weiteren Ausdehnung der Dienstzeiten. Dennoch werde man die gesellschaftlichen Entwicklungen verfolgen, sagt Abderhalden. Wenn nötig müsse auch Stadtbus mitziehen und einen lückenlosen Betrieb sicherstellen.

Steigerung der Pünktlichkeit

Mit dem diesjährigen Fahrplanwechsel nimmt auch die Verdichtung während den Stosszeiten weiter zu. Laut Reto Abderhalden ist dies eine Entwicklung, die wohl bald an ein Limit komme. «Irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem wir den Takt nicht mehr beliebig erhöhen können, da schlicht der Platz fehlt», sagt Abderhalden. «Dann müssen wir uns noch intensiver mit Alternativ-Möglichkeiten wie den Doppelgelenkbussen befassen.» Für diese brauche es aber geeignete Garagenplätze, welche nach dem Ende der Bauarbeiten im erweiterten Depot Grüzefeld zur Verfügung stehen. Die Arbeiten sollen Ende des nächsten Jahres abgeschlossen sein. Ein weiterere Änderung betrifft die Regionalbusse. Sie lassen zukünftig immer häufiger Haltestellen auf Stadtgebiet aus. Mit dieser Massnahme will Stadtbus vor allem die Fahrzeiten optimieren und die Pünktlichkeit steigern. «Regional- und Stadtlinien werden dadurch ihren eigenen Charakter erhalten», so Abderhalden. Für einzelne Fahrgäste könne die Neuerung ein zusätzliches Umsteigen zur Folge haben. Man habe sich an die Erkenntnisse der neuesten Fahrgastzählung gehalten. Die Abfahrtszeit der meisten Nachtbusse wird um fünf Minuten nach hinten verschoben, da die SN1 aus Zürich neu drei Minuten später in Winterthur ankommt als bisher. Die Massnahme ist aber auch eine Reaktion auf die Verspätungen von Nachtzügen.

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