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Stadtrat bleibt dabei: Keine Freestyle-Anlage

Rund eine halbe Million Franken für eine Freestyle-Anlage in Illnau-Effretikon ist dem Stadtrat zu teuer. Er hat die weitere Planung deshalb auf Eis gelegt.

Eine Freestyle-Anlage in Illnau-Effretikon ist erneut in weite Ferne gerückt. Der Stadtrat lehnt einen Bau zum zweiten Mal ab. Dies geht aus der schriftlichen Antwort auf ein Postulat von Juso-Gemeinderat Fabian Molina und fünf Mitunterzeichneten hervor. Der Grund: Sie ist zu teuer. «In Anbetracht der angespannten Finanzlage kommt eine Freestyle-Anlage zum heutigen Zeitpunkt nicht infrage», hält die Behörde fest. Auch sei nur ein kleiner Teil der Bevölkerung daran interessiert. Sie hat die weitere Planung deshalb gestoppt. Die zu hohen Kosten führte der Stadtrat bereits 2012 ins Feld, als er den Vorstoss am 24. Mai im Parlament beantwortete. Der Rat schrieb das Postulat dann aber nicht ab. Die Ausgangs­lage hatte sich dahin gehend geändert, als mehrere Jugendliche einen Verein gründeten, um beim Unterhalt und dem Betrieb der Anlage mitzuhelfen.

Daraufhin bewilligte der Stadtrat 10 000 Franken, die dazu dienen sollten, einen Standort zu evaluieren. Eine Arbeitsgruppe gelangte zum Schluss, dass sich das Areal zwischen Minigolfanlage und Fussballplatz beim Sportzentrum Eselriet am besten eignen würde. Das dortige Team könnte zudem für den normalen Unterhalt sorgen. «Und die Infrastruktur würde aufgewertet», so der Stadtrat.

Einige Elemente reichen nicht

Das würde allerdings zwischen 300 000 und 500 000 Franken kosten. Hinzu kämen jährlich wiederkehrende Folgekosten von rund 50 000 Franken. Denn: Es reicht laut Vertretern der Skaterszene nicht, einfach ein paar Elemente auf einem Parkplatz anzuordnen, wie der Stadtrat in seiner Antwort schreibt. Eine gute Anlage verfüge über zahlreiche sogenannte «Obstacles», welche aufeinander abgestimmt und in die Topografie integriert seien.

Schon vor einem Jahr hatte der Stadtrat die Kosten auf eine halbe Million Franken geschätzt. Molina ist noch immer davon überzeugt, dass es auch billiger ginge. «Man könnte ja auch auf den Hans-Wegmann-Fonds zurückgreifen», sagt er. Dieser ist für Projekte vorgesehen, die Familien, Kindern und Jugendlichen zugutekommen.

Der Juso-Gemeinderat ärgert sich zudem darüber, dass der Stadtrat partout keine Vorlage ausarbeiten will. «Das nenne ich Arbeitsverweigerung.» Er überlegt sich nun, eine Motion nachzureichen. Der Verein Pro Freestyle Ilef, der aus rund einem Dutzend Jugendlichen besteht, ist zudem daran, eine Petition zu lancieren. «Es sollen nun auch möglichst viele Bürger ins Boot geholt werden», sagt Molina.

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