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Stadtrat blockt Anpassungen beim Eselriet vorläufig ab

BDP-Gemeinderat Peter Vollenweider hat Lösungen für Mängel im Effretiker Sportzentrum Eselriet gefordert. Der Stadtrat sieht allerdings vorläufig wenig Handlungsbedarf. Er will zuerst weitere Erfahrungen sammeln.

Das neue Illnau-Effretiker Sportzentrum Eselriet weist für BDP-Gemeinderat Peter Vollenweider offensichtliche Mängel auf. In einer Ende Januar eingereichten Interpellation listete er total acht Kritikpunkte auf und wollte vom Stadtrat wissen, wie er die «Ärgernisse» zu beheben gedenkt. Dieser sieht jedoch vorläufig kaum Handlungsbedarf, wie aus seiner Antwort hervorgeht. «Wir wollen nicht dreinschiessen und zusätzliche Kosten generieren», sagt André Bättig, Ressortvorstand Jugend und Sport. Schliesslich handle es sich nicht um einen 0815-Bau, sondern um einen Prototypen. Bättig vergleicht die Situation mit einem neu erstellten Haus. «Am Anfang heulen immer gleich alle auf.» Man wolle nun aber zuerst einmal mehr Erfahrungen sammeln. «Das heisst nicht, dass keine Korrekturen mehr vorgenommen werden.»Im letzten Sommer konnten auf dem Eselriet der neue Haupttrakt und der Allwetterplatz für die Fussballer in Betrieb genommen werden, im November kam das Dach für das Eisfeld hinzu. Konkret kritisierte Vollenweider im Vorstoss unter anderem zwei Waschtröge für die Fussballer im Untergeschoss des Haupttrakts, die «völlig unpraktisch» platziert seien. In seiner Antwort schreibt der Stadtrat jedoch, dass die Baukommission keinen Handlungsbedarf festgestellt habe, da man vom Fussballklub durchwegs positive Rückmeldungen zur neuen Anlage bekommen habe.

«Terrasse wird geschätzt»

Vollenweider regte zudem an, die kreisrunden Öffnungen in der Decke im Restaurantbereich mit Kunststoff abzudecken. Dies, weil bei Regen die Terrasse überschwemmt werde, bei Kälte der Boden gefriere und sich eine gefährliche Eisbahn bilde und bei blauem Himmel die Sonne direkt in den Kiosk strahle. Der Stadtrat hält allerdings fest, dass sich eine den diversen Witterungsverhältnissen angepasste Konstruktion sehr aufwendig und teuer gestaltet. Zudem werde die sonnen- und lichtdurchflutete Terrasse geschätzt. Als Schattenspender stehen den Gästen mittlerweile Einzelschirme zur Verfügung, der Kiosk wurde laut Stadtrat Bättig mit Sonnenstoren ausgerüstet.Dass sich am Dach über dem Eisfeld Kondenswasser bildet, lässt sich laut Stadtrat nicht ganz ausschliessen. Aus Witterungsgründen konnte allerdings die Abdichtung über der umlaufenden Betondeckenkonstruktion erst in diesem Jahr fertig gestellt werden. Dem Vorschlag von Sitzplatzgelegenheiten beim überdeckten Eisfeld hält die Exekutive entgegen, dass diese explizit nicht im Baukredit vorgesehen waren. Eine Rollstuhlrampe im Obergeschoss sei zudem aus Sicherheitsgründen nicht realisierbar. Zuschauer in Rollstühlen haben aber dank einer Rampe im Erdgeschoss freie Sicht auf das Eishockeyspielfeld.

Zusätzliche Vollzeitstelle

Die Frage nach der Entwicklung der Personalkosten beantwortet der Stadtrat damit, dass sich durch die neue Anlage zwar Verbesserungen im alltäglichen Betrieb ergeben. «Demgegenüber stehen allerdings mehr Räume und Nutzflächen, die unterhalten werden müssen.» Daher habe der Stadtrat im Oktober 2012 eine Erweiterung des Stellenplans um eine Vollzeitstelle bewilligt.Interpellant Vollenweider zeigt sich mit den Antworten des Stadtrates nicht zufrieden. Er vermutet, dass der Stadtrat die nötigen Anpassungen ganz einfach ablehnt, weil er beim Budget überschossen hat. Stadtrat Bättig hatte im letzten April im Parlament ausgeführt, dass beim Umbau und der Sanierung des Sportzentrums mit Mehrkosten von rund 3,8 Millionen Franken zu rechnen ist. Die grössten Brocken sind dem schlechten Baugrund beim Fussballplatz und beim Haupttrakt zuzuschreiben. Die definitive Abrechnung liegt noch nicht vor. Total wurden für das Projekt Kredite von 22,16 Millionen Franken bewilligt.

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