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Stadtrat ist gegen Autotunnel am Zürichsee

Die FDP wärmt die Idee auf, den Verkehr am Ufer des Sees teilweise in den Untergrund zu verlegen. Unrealistisch und zu teuer, sagt der Stadtrat.

Das Seeufer ist in Zürich durch stark befahrene Autostrassen abgeriegelt. Das haben schon viele schade gefunden. Seit 1986 sind mehrfach Vorstösse lanciert worden, die Autos in den Untergrund zu verbannen. Sie scheiterten jeweils an den hohen Kosten. Im Sommer hat die städtische FDP die Idee wieder aufgegriffen und eine abgespeckte Version vorgelegt. In den Untergrund legen will sie den Transitverkehr, und zwar beidseits der Quaibrücke am General-Guisan-Quai und am Utoquai (Bellevue) bis zur Kreuzstrasse. Gemäss der FDP verschwände so rund die Hälfte des Verkehrs von der Oberfläche. Den Rest, den innerstädtischen Verkehr, will die FDP oben lassen. Auf die Hälfte der oberirdischen Autospuren könnte man laut FDP verzichten. Angst vor Langzeitbaustelle Der links-grüne Stadtrat zeigt Verständnis, lehnt die Motion aber ab. Wie schon bei früheren Varianten begründet er dies mit den Kosten. Das FDP-Vorhaben, so schätzt er, würde mehrere Hundert Millionen verschlingen. Der Stadtrat orientiert sich dabei an einem Projekt von 2008, das die Tieferlegung des gesamten Verkehrs am Seebecken vorsah und auf 700 Millionen Franken beziffert wurde. Nebst den Kosten führt er technische, organisatorische und politische Komplikationen ins Feld. Der Tunnel müsste wegen das Baugrunds im Tagbau erstellt werden, was an diesem Verkehrsknotenpunkt grosse Probleme verursache. Und weil wie beim Bau des Opéra-Parkhauses mit archäologischen Funden zu rechnen sei, müsste man sich auf eine Langzeitbaustelle gefasst machen. So ein Projekt müsste von langer Hand aufgegleist werden, wobei der Kanton als Strassenbesitzer mitreden würde. Heute existiere nicht einmal ein Richtplaneintrag für einen Tunnel. (tsc)

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