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Starthilfe für Krebse

Am jährlichen Forstumgang der Stadt sind die Walcheweiher offiziell eingeweiht worden.

Spaziergänger, Badefreudige, Kinder und Picknick-Ausflügler haben die neu herausgeputzten Walcheweiher längst für sich entdeckt. An der offiziellen Einweihung der frisch hergerichteten Seelein am Samstag leisteten Stadtrat Matthias Gfeller (Grüne) und Gemeinderatspräsidentin Christa Benz (SP, Bild rechts) Entwicklungshilfe für Alteingesessene, die wieder heimisch werden sollen: Sie setzten Edel- und Steinkrebse im Wasser aus. Beim Absaugen des Schlamms während der Renovation hatte Förster Gregor Fiechter über tausend Krebse abgefischt und umgesiedelt. Die einheimischen Arten sollen jetzt zurückkehren. Der älteste, mittlere Walcheweiher wurde, wie Stadtförster Beat Kunz (Bild links) erklärte, bereits 1640 gebaut, um eine tiefer gelegene «Walke» zu betreiben, eine Mühle zur Verfilzung von Wolle – daher der Name. Dass die Teiche jetzt erneuert worden sind, geht auf strengere Sicherheitsvorschriften des Bundes von 2006 zurück. «Jetzt sind die Abflussanlagen so ausgelegt, dass man die ganze Töss durch die Weiher leiten könnte», sagte Armand Bosonnet vom Tiefbauamt. Über den Sinn der Verordnung kann man sich streiten. Unbestritten war an der Eröffnung, dass die Renovation für 1,3 Millionen Franken gelungen ist.

«Muck» und «Green Machine» räumten auf

Die Einweihung fand im Rahmen des traditionellen Forstumgangs statt, zu dem die Forstbetriebe alle Mitglieder des Gemeinde- und Stadtrats sowie die Chefbeamten der Stadt einladen. Die Wanderung führte vom Friedhof Rosenberg zum Waldschulzimmer der Holzkorporation Oberwinterthur, wo zum Znacht eingeladen wurde. Die Förster erklärten unterwegs, wie sie die Biodiversität im Wald fördern, und führten zwei «Ungetüme» vor: Die je rund 400 000 Franken teuren Holz­erntemaschinen mit den Übernamen «Muck» und «Green Machine» räumten innert Minuten ein paar Bäume ab. Die Stadt konnte übrigens auch bei diesem Ausflug etwas einsparen. Peter Hirsiger, Präsident der Holzkorporation Oberwinterthur, sponserte die Miete für das Waldschulzimmer. (bä)

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