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Stefanini-Tochter ruft die Schutzbehörde an

Bettina Stefanini hat gestern nachgelegt in ihrem Kampf gegen die Stiftungsräte, die ihren bettlägrigen Vater umgeben. Und sie hat die Schutzbehörde Kesb alarmiert.

Bettina Stefanini hat nach dem Auftakt am Montag gestern weitere Argumente vorgebracht, die belegen sollen, dass der Stiftungsrat nicht im Sinne ihres Vaters handelt. Es stimme zwar, dass dieser an allen relevanten Sitzungen teilgenommen habe, doch habe er die Protokolle nicht unterzeichnet. Zudem sei er im Rollstuhl an die Sitzungen gebracht worden. «Es ist nicht davon auszugehen, dass er geistig präsent war», heisst es im Communiqué. Ihr Medienfachmann verschickte dazu das Foto einer Rumpelkammer, das zeigen soll, wie schlecht und ungesichert manche der Sammelstücke gelagert werden.

Stefaninis Tochter hat gestern ausserdem bekannt gegeben, sie und ihr Bruder hätten schon im Februar eine Gefährdungsmeldung bei der Schutzbehörde Kesb eingereicht. Damit wollen sie erreichen, dass Stefaninis Handlungsfähigkeit überprüft wird. Sie sind der Meinung, er sei dement und könne nicht mehr selber entscheiden. Im Gespräch weist die Tochter zudem auf die Rolle von Dora Bösiger hin. Diese ist seit 60 Jahren die engste Vertraute von Bruno Stefanini in der Firma. Sie ist darüber hinaus Stiftungsrätin – und die Gotte von Bettina Stefanini. «Dora Bösiger ist ein sehr wichtiger Mensch für meinen Vater, war immer für ihn da, und gehört zur Familie», anerkennt die Tochter. Doch Bösiger habe seit einem schweren Unfall ihres Vaters im Jahr 2007 eine Generalvollmacht von ihm in Händen.

Besuch am Krankenbett

Um sich ein Bild von Stefaninis Gesundheitszustand machen zu können, hat der «Landbote» Tochter und Sohn bei einem Besuch begleitet. Der Eindruck bestätigt weder totale Demenz noch volle Wachheit. Stefanini liegt im Bett, hat Schmerzen und gibt einsilbige Antworten. SEITE 5

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