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stellenabbau Gewerkschaft erhebt Vorwürfe gegen Wärtsilä

Wärtsilä hat in Winterthur ­zuletzt viele Stellen abgebaut. Im letzten Jahr wurden nach Gewerkschaftsangaben 54 Mitarbeiter entlassen. Als man ­damals einen Sozialplan vorstellte, bezeichnete der Regionalsekretär von Angestellte Schweiz, Alois ­Düring, diesen als «anständig». Der Plan sei aber «in letzter Minute mit schlitzohrigen Formulierungen» verschlechtert worden, kritisiert er heute. Vor allem Mitarbeiter im Vorpensionierungsalter habe es hart getroffen. «Man stellte sie vor die Wahl: entweder ­Pensionierung mit grossem Rentenverlust oder Kündigung.» Laut Düring sind zudem die vereinbarten Sozialleistungen teilweise nicht ausgerichtet worden. Deswegen hätten ­einzelne Angestellte Klage gegen Wärtsilä eingereicht.

Bei Winterthur Gas & Diesel/Wärtsilä widerspricht man ­dieser Darstellung. «Von Klagen betreffend den Sozialplan ist uns nichts bekannt», sagt ­Sprecherin Andrea Tucci.

Die Gewerkschaft kritisiert auch die Informationspolitik von Wärtsilä. Mehr als zwei ­Jahre lang habe man mit der chinesischen Schiffbaugesellschaft über die Übernahme ­verhandelt, so Düring, dies ­ge­gen­über den Mitarbeitern aber geleugnet. «Dabei hätten die Angestellten doch Verständnis gehabt. Sie wussten, dass etwas geschehen muss, damit der Standort erhalten bleibt.» Erst auf In­itia­ti­ve von Ange­stellte Schweiz sei ein offenes Gespräch mit CEO Martin Wernli und den wichtigsten Ingenieuren und Technikern organisiert worden. Den Antrag dafür habe man auf Finnisch übersetzen und an die Zentrale in Helsinki schicken müssen, um Ver­antwortliche in der Schweiz zu umgehen. gu

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