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Sterne über Winterthur Rendez-vous mit dem Planeten Mars

Am 21. Juni steht die Sonne um 12.51 Uhr im höchsten Punkt ihrer Jahresbahn. In Winterthur geht das Tagesgestirn dann um 5.29 Uhr auf und beendet im Nordwesten erst um 21.25 Uhr den riesigen Tagbogen. Harte Zeiten also für alle Himmelsgucker. Die kürzeste Vollmondnacht des laufenden Jahres tritt am 12. Juni ein: Nur gerade neun Stunden und 25 Minuten steht die voll beleuchtete Nachtpfunzel über dem Horizont und vollführt einen entsprechend flachen Hopser über den Südpunkt.

Sonnenblicke

Eigentlich ist so die Situation günstig für Sonnenbeobachtungen. Doch Vorsicht: nie ungeschützt in die Sonne blicken! Gerade bei Beobachtungen mit Teleskopen oder Feldstechern sind spezielle Sonnenfilter, die man «vor» der Optik montiert, unerlässlich. Damit gelingt es in der Regel problemlos, Sonnenflecken zu sehen – sofern welche vorhanden sind. Und mit speziellen Wasserstofffiltern können gut ausgerüstete Sternfreunde zusätzlich Gasauswürfe am Sonnenrand, sogenannte Protuberanzen, sichtbar machen.

Bekanntlich ist unsere Sonne eine gewaltige Energieverschwenderin: In jeder Sekunde ihres Daseins verliert sie über viel Millionen Tonnen ihrer Masse. Trotzdem sollten die Energievorräte der Sonne noch für gut vier Milliarden Jahre reichen.

Späte Blicke in den Himmel

Etwa ab 23 Uhr lohnt sich auch ein Blick in den Sternenhimmel. Er wird im Osten vom klassischen Sommerdreieck beherrscht, das aus den Sternen Wega, Deneb und Atair besteht. Attraktiv stehen dazu auch die beiden Planeten Mars und Saturn, wobei der weit geöffnete Saturnring in mittleren Fernrohren eine regelrechte Augenweide bietet. Dazu sind stets mehrere seiner aktuell 62 bekannten Monde sichtbar.

. Markus Griesser

Der Autor ist Leiter Sternwarte Eschenberg. Für den «Landboten» schreibt er jeden Monat in dieser Rubrik, was am Himmel über Winterthur zu sehen ist.

Magnetfeldlinierund um die Sonne, beobachtet von einem Satelliten aus.SDOr

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