Zum Hauptinhalt springen

Störenfriede werden in Elgg auf die Schulinsel verbannt

Elgg führt für Schüler, die stören, eine Sofortmassnahme ein. Wären diese früher vor der Türe gelandet, kommen sie heute auf die Schulinsel. Birmensdorf hat bereits eine Schulinsel und würde sie nicht mehr streichen.

Es gab keine Kritik auf Vorrat an der Gemeindeversammlung in Elgg: Das Pilotprojekt Schulinsel wurde ohne Gegenstimme angenommen. Damit will Elgg dem Wandel des Schulalltags Rechnung tragen. Eine Schulinsel gibt es bereits. In Birmensdorf hat man sie 2011 eingeführt. «Wir würden sie jederzeit wieder einführen», sagt Schulleiterin Monika Mäder. «Sie bietet sofort unbürokratisch Entlastung für die Lehrpersonen und die Schülerinnen und Schüler.» Hinter der Schulinsel steht ein pädagogisches Konzept. Schülerinnen und Schüler, die sich nicht an Regeln halten oder den Unterricht stören, können kurzfristig ausserhalb der Klasse unterrichtet werden. In diesem Rahmen können sie ihr Verhalten überdenken. Gemeinsam mit der Schulsozialarbeit wird geschaut, was der Schüler oder die Schülerin braucht. Auch der Birmensdorfer Schulpräsident Ernst Brand (SVP) ist überzeugt vom Modell seiner Gemeinde. «Früher sind Schüler oder Schülerinnen einfach vor der Türe gelandet, wenn sie sich daneben verhalten haben. In der Schulinsel können sie zur Ruhe kommen und weiterhin am Stoff arbeiten.» Die Massnahme könne kurzfristig sein (einige Stunden) oder auch länger dauern (mehrere Wochen). Gemeinden sind interessiert Birmensdorf hat für sein Modell den Segen des kantonalen Volksschulamts erhalten und will das Konzept auch in Zukunft beibehalten. «Wir teilen unsere Erfahrungen auch mit anderen Gemeinden», sagt Schulpräsident Brand. «Das Interesse ist gross.» Schulleiterin Mäder hat die Schulinsel in Elgg vorgestellt und durchwegs Positives berichtet. «Wir konnten dank der Schulinsel mindestens drei Sonderschüler und das Burn-out einer Lehrerin verhindern.» Die Akzeptanz der Schulinsel ist laut Mäder sehr hoch. «Die Eltern schätzen es, dass ihre Kinder nicht gleich in ein Time-out gesteckt werden, wenn sie auffällig sind, sondern erst in der Schule aufgefangen werden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch