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Straffung der Geldpolitik entzweit Industrie- und Schwellenländer

Die Straffung der US-Geldpolitik entzweit Industrie- und Schwellenländer. Die G20-Finanzminister und Notenbankchefs begannen am Samstag in Sydney eine Aussprache über das Thema, nachdem sie im Vorfeld Schuldzuweisungen und Forderungen ausgetauscht hatten.

Die Geldpolitik komme im Rahmen der Diskussion über die Lage der Weltwirtschaft als erstes auf den Tisch, sagte der australische Finanzminister Joe Hockey. Die G20 vereinen die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, die zusammen etwa zwei Drittel der Weltbevölkerung und drei Viertel des weltweiten Handels repräsentieren.

"Die Weltwirtschaft sieht sich mit einigen Herausforderungen konfrontiert", sagte Hockey. "Ich hoffe, dass die G20-Finanzminister und Notenbankchefs an diesem Wochenende einen handfesten Rahmen für das Weltwirtschaftswachstum in den nächsten fünf Jahren schaffen."

"Egoistische Politik"

Indiens Zentralbankchef Raghuram Rajan hat den USA und anderen Industrieländern egoistische Politik vorgeworfen. Das Ende des billigen Geldes und die Aussicht auf höhere Zinsen in den Industrieländern habe Investorengelder aus Schwellenländern gesogen und Währungen unter Druck gesetzt.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble meinte dagegen in einem Interview mit dem Sender CNBC, Indien habe genügend Probleme, die nicht auf die Geldpolitik in anderen Ländern zurückzuführen sei. Jedes Land müsse zu Hause selbst für Reformen und Stabilität sorgen.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) warnte in einem Bericht am Freitag vor einer Ära langsamen Wachstums und hoher Arbeitslosigkeit, wenn dringende Strukturreformen nicht in Angriff genommen werden.

(sda)

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