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Studenten und Mitarbeitende wollen nicht unnötig lange pendeln

Angestellte äusserten sich kritisch zu den Umzugsplänen. Und auch die Resultate einer Umfrage unter Studierenden sprachen klar gegen den Standortwechsel.

Im Dezember konnten sich die Studierenden der ZHAW im Rahmen einer Befragung indirekt zum möglichen Wegzug der School of Engineering äussern. Die Resultate hielt die ZHAW unter Verschluss. Bis gestern. Jetzt liegen die Ergebnisse aus den 822 Fragebogen vor. Und sie zeigen: Direkte Verkehrsanbindungen sind für die Studierenden das wichtigste Kriterium für ein Studium an der School of Engineering. Ebenfalls hoch wird gewichtet, dass ein Studium ohne Wohnortswechsel möglich ist. Fast drei Viertel der Studierenden gelangen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule. 86 Prozent davon steigen zwischen Wohn- und Studienort gar nicht oder maximal einmal um. Daraus lässt sich schliessen, dass die Schule für die Studierenden mit einem Umzug nach Dübendorf an Attraktivität verlieren würde. Studentenverlust befürchtet Eine Studie mit dem Titel «Marktpo­ten­zial Studierende», erstellt von Forrer Lombriser & Partner AG, bestätigt dies. Sie hält fest, dass ein Umzug die Zahl der Studierenden um bis zu 3,5 Prozent reduzieren würde. Dass man deutlich mehr umsteigen müsse, verstärke diesen Trend. Ein anderer Grund für den befürchteten Rückgang sieht die Studie in der stärkeren Konkurrenz. In der Nähe des Standortes Dübendorf gebe es mehr Konkurrenzangebote zur Auswahl, was bedeutet, dass sich die Studierendenzahlen auf verschiedene Hochschulen verteilen. Auch die Mitarbeitenden möchten lieber am Standort Winterthur festhalten. Sie nannten in der Befragung der ZHAW ebenfalls die direkte Verkehrsanbindung als wichtiges Kriterium für die Zufriedenheit mit dem Arbeitsplatz. Die Befragung zeigte weiter, dass längere Pendelzeiten die Zufriedenheit negativ beeinflussen würden. Eingehender als die übrigen Angestellten konnten sich in persönlichen Gesprächen die Kadermitarbeitenden der School of Engenieering äussern. Im Oktober hatte Rektor Jean-Marc Piveteau die Nähe zum Innovationspark als grossen Vorteil gelobt. Doch die Instituts- und Zen­trums- leitenden zweifelten dies an, wie die Studie zeigt. Dort heisst es dazu: «Es gibt keine Hinweise, dass die Nähe zu Forschungspartnern die Abwicklung von Forschungsprojekten verbessert.» Im Gegenteil. Die Instituts- und Zen­trumsleitenden sahen keine Vorteile beim Standort Innovationspark, was die Zusammenarbeit mit Firmen und Forschungsanstalten wie die Empa anbelangt. Vielmehr befürchteten sie ein stärkeres Konkurrenzverhältnis, da auch universitäre Hochschulen im Bereich angewandte Forschung immer aktiver werden. Als grösste Risiken nannten die Kaderleute in der Befragung die deutlich spürbaren Studierendenverluste und die Aufgabe des Markenwertes «Tech Winterthur».

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