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Studie stösst Debatte um Fusionen mit Bern an

Die Stadt Bern und elf umliegende Gemeinden könnten ihr Potenzial besser nutzen, wenn sie sich zusammenschliessen würden. Das zeigt eine am Donnerstag präsentierte Studie. Den Autoren schwebt eine "Stadtregion Bern" mit 240'000 Einwohnern vor.

Bern würde so zur zweitgrössten Schweizer Stadt hinter Zürich aufsteigen und neu vor Genf, Basel und Lausanne liegen. Der Weg dahin ist allerdings lang und steinig, wie die Autoren der Studie am Donnerstag vor den Medien einräumten. Denn an Widerstand gegen das Projekt dürfte es nicht mangeln. Der Problemdruck sei noch relativ klein, räumen die Autoren ein. Viele Menschen hingen an den heutigen Strukturen, in der Agglomeration gebe es eine Angst vor der Übermacht der Stadt. Auch das Geld dürfte eine Rolle spielen. Erstens ist nicht so klar, ob die Fusion eher Kosten verursachen oder Einsparungen ermöglichen würde. Und zweitens gehen die Autoren von einem nivellierten Steuerfuss von 1,45 aus - da müssten die Bürger mancher Gemeinden im "Speckgürtel" um Bern tiefer als heute in die Tasche greifen. Trotzdem sind die Autoren vom Büro Ecoplan überzeugt, dass die bestehenden losen Strukturen der Zusammenarbeit nicht reichen, um künftige Herausforderungen zu bewältigen. Der Standortwettbewerb werde härter, die Raumplanung strikter, und immer mehr Fragen von der Energie- und Sozialpolitik bis hin zu Verkehr und Infrastruktur erforderten den Blick über die Gemeindegrenzen hinaus. "Grosser Wurf" Zwar wurden im Kanton Bern sogenannte Regionalkonferenzen geschaffen, die sich mit gemeindeübergreifenden Fragen beschäftigen. Doch die Gebilde sind eher schwerfällig. Der "grosse Wurf" wäre deshalb eine Fusion. Auftraggeber der Studie ist der Verein "Bern neu gründen", dem Politiker von links bis rechts, aber auch Wirtschaftskräfte und Wissenschafter angehören. Ins Präsidium teilen sich die Stadtberner Grünen-Nationalrätin Regula Rytz und ein Freisinniger aus dem Vorort Muri. Den Horizont für die "Stadtregion Bern" hat der Verein vorsichtig auf das Jahr 2030 gelegt. Gefragt sei eine Politik der kleinen Schritte, hiess es an der Medienkonferenz. (sda)

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