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Südkorea wählt ein neues Staatsoberhaupt

In Südkorea hat am Mittwochmorgen (Ortszeit) die Wahl eines neuen Präsidenten begonnen. Mehr als 40 Millionen Stimmberechtigte sind aufgerufen, den Nachfolger von Amtsinhaber Lee Myung Bak zu wählen. Lee kann sich gemäss der Verfassung nicht wiederwählen lassen.

Die Tochter des früheren Diktators Park Chung Hee, Park Geun Hye, hat gute Chancen, als erste Frau ins höchste Staatsamt des ostasiatischen Landes gewählt zu werden.

Die 60-jährige Kandidatin und frühere Chefin der regierenden konservativen Saenuri-Partei lag nach den letzten Umfragen in der vergangenen Woche knapp vor dem Oppositionspolitiker Moon Jae In von der Demokratischen Einheitspartei (DUP).

Doch der 59-jährige Mitte-Links-Kandidat und frühere Menschenrechtsanwalt hatte zuletzt stark aufgeholt. Mit seinem Sieg würden die Weichen für einen Regierungswechsel nach fünf Jahren unter einem konservativen Präsidenten gestellt.

Allerdings müsste Moon gegen eine Mehrheit der Konservativen im Parlament regieren. Für das neue Staatsoberhaupt beginnt die Amtszeit Ende Februar 2013.

Nach der Schliessung der Wahllokale um 18.00 Uhr Ortszeit (Mittwoch 10.00 Uhr MEZ) werden erste Trends auf der Grundlage von Wählerbefragungen veröffentlicht. Erste Ergebnisse werden am späten Abend erwartet.

Als Themen vor der Präsidentenwahl standen vor allem die Ankurbelung der Wirtschaft, eine stärkere Sozialpolitik, die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Verringerung der hohen Bildungskosten im Mittelpunkt. Die politischen Programme der beiden Hauptkandidaten glichen sich nach Meinung von Beobachtern dabei sehr.

Daneben geht es bei der Wahl um den Umgang mit dem kommunistischen Nachbarn Nordkorea, das schwierige Verhältnis zu Japan und die Zusammenarbeit mit dem Bündnispartner USA. Zuletzt hatte ein umstrittener Raketenstart in Nordkorea für Spannungen gesorgt.

Moon, aber auch Park, will im Gegensatz zu Lee wieder stärker auf Nordkorea zugehen. Moon will dabei an die als "Sonnenscheinpolitik" bekannte Annäherung der früheren liberalen Regierungen anknüpfen.

(sda)

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