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Südkoreanischer Lademeister

BARCELONA. Kia erweitert die zweite Generation des Cee’d mit einem attraktiven Sportswagon. Der Südkorener, der als härtester Golf-Konkurrent gilt, lässt nichts anbrennen, vom Erscheinungsbild über die Verarbeitung bis zu den Antriebsquellen.

Unter dem gemeinsamen Konzerndach gedeiht das Label Kia vorzüglich: Im Verbund mit Hyundai nehmen die Asiaten in der Bestenliste der Produzenten mittlerweile den fünften Platz ein. Und auf dem von Negativzahlen geplagten europäischen Markt legten zuletzt beide Marken deutlich zu. Nun ergänzt ein neuer Spross aus dem Hause Kia die beliebte Cee’d-Palette und macht Jagd nach neuen Marktanteilen.

Es handelt sich um einen Kombi, der ge­gen­über der Limousine in der Länge um 20 Zentimeter zugelegt hat. Bis zu fünf Personen profitieren im Innenraum von einem gesteigerten Mass an Kopf- und Beinfreiheit. Und weil der «Sportswagon», so die präzise Typenbezeichnung, auch ein Lademeister ist, steht ein Transportvolumen von 528 bis 1642 Litern zur Verfügung – je nachdem, wie man es mit der Sitzkonfiguration in der zweiten Reihe hält.

Freude macht inzwischen bei Kia auch die Gestaltung des Armaturenträgers und der Mittelkonsole. Da kommt die Funktionalität nicht zu kurz, die strenge Nüchternheit verschiedener Mitbewerber aber umgeht man geschickt. Als ganz einfach gut gelungen lassen sich Armaturen und Bedienungselemente beschreiben. Die Haptik der Verkleidungs- und Bespannungsmaterialien lassen kaum Wünsche offen. Der Kia kommt der «Premiumqualität», mit der sich andere Marken gerne brüsten, sicherlich ganz nahe.

Weil Kombis nun einmal den Stufenhecklimousinen den Rang abgelaufen haben – zumindest in diesem Segment –, gibt es kaum noch einen Anbieter, der auf diese Karosserievariante nicht besonderen Wert legen würde. Allerdings folgen die Designer einem gewissen Mainstream, sodass sich inzwischen die Kombis immer schwieriger auseinanderhalten lassen. Würde man die Markenzeichen entfernen – die Zuordnung würde zum Rätselspiel.

In jedem Falle aber sieht der Cee’d Sportswagon sehr gut aus, hat sportlich-dynamische Linien und kann mit vergleichbaren europäischen Produkten locker mithalten. Den gesteigerten Belastungen im Heck trugen die Techniker mit einer veränderten Abstimmung in Sachen Dämpfung und Federung auf der Hinterachse Rechnung. Die fünfte Tür am Heck öffnet sich bis auf knapp 190 Zentimeter Höhe. Da lässt sich auch bei Nässe von oben trocken aus- und einladen.

In Sachen Vortriebe stehen beim Fronttriebler zwei Benziner und ein Selbstzünder zur Wahl. Der schwächere der beiden Ottomotoren, der wohl kaum in grosser Zahl geordert werden dürfte, verfügt über ein 1,4-Liter-Aggregat mit 100 PS Leistung und wird ab 19 777 Franken angeboten. Die stärkere Kraftquelle schöpft aus 1,6 Litern Hubraum 135 PS und wird sowohl mit einem manuellen Sechsganggetriebe wie auch mit einem Sechs-Stufen-DSG angeboten. Hier beginnt die Preisskala bei 24 777 Franken respektive bei 28 777 Franken mit dem DSG. Der stärkere der beiden Benziner konnte auf den ersten Testkilometern auf Anhieb mit hoher Laufkultur und spontaner Gasannahme gefallen. Der ab 28 777 Franken bestellbare 1,6-Liter-Diesel mit 128 PS Leistung kann sowohl mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder mit einem Sechsstufenautomaten (plus 1600 Franken) geordert werden. Zwischen 1500 bis 1800 Einheiten möchte der Importeur im nächsten Jahr an den Mann oder die Frau bringen. Mit Sicherheit kein utopisches Absatzziel für den 4,51 Meter langen Südkoreaner.

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