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SUV mit Premium-Anspruch

Für die zweite Jahreshälfte 2015 hat Ford den neuen Edge angekündigt und ihn vorab in Köln bereits gezeigt. Die zweite Generation des SUV soll künftig nämlich auch in Europa auf Kundenfang gehen, gegen eta­blier­te Premium-Konkurrenz wie den BMW X3 oder Audi Q5.

Mit dem Ford Edge wollen sich die Kölner ein weiteres Stück vom SUV-Kuchen holen. Denn Prognosen beteuern für das Segment der beliebten Sport Utility Vehicles auch für Europa weiteres Wachstum, weshalb man sich bei Ford entschieden hat, den Offroader künftig unter anderem auch in der Schweiz anzubieten. Bislang kon­zen­trier­te man sich mit diesem Modell auf absatzstarke Märkte wie Amerika, Russland oder China. Insgesamt hat Ford 2013 weltweit rund 1,2 Millionen SUV verkauft. Das Ziel ist, der grösste unter den Global Player dieses Segments zu werden. Deswegen betritt Ford mit dem neuen grossen Bruder von Kuga und EcoSport buchstäblich Neuland. Und das ist nicht nur kontinental gesehen zu verstehen, sondern auch weil es gilt, sich nun im Kreise angesehener Mittelklasse-SUV zu behaupten und sich entsprechendes Renommee zu verschaffen. Aus dem Premium-Anspruch des Edge macht Ford keinen Hehl, betont ihn sogar. Als Gradmesser nennen die Kölner BMW X3, Audi Q5 oder Mercedes GLK, seine Abmessungen von 4,81 m Länge, 1,93 m Breite und 1,70 m Höhe platzieren ihn aber eher im Revier von BMW X5 und Konsorten. Dennoch: Nach dem ersten Kontakt traut man dem Neuling auch zu, die Konkurrenz zu einem Grill-an-Grill-Rennen herausfordern zu können. Obwohl äusserlich Designanleihen bei eta­blier­ten englischen oder deutschen Modellen kaum wegzureden sind, hat Ford einen eigenständigen und attraktiven SUV auf 20-Zoll-Felgen gestellt. Sein massiver Kühlergrill mit lediglich zwei dicken Querstreben und viel Chrom verorten seine genetische Abstammung zwar nach Amerika, doch dürfte alles, was danach an Karosserie kommt, den europäischen Geschmack durchaus treffen. Der Edge wirkt athletisch bis muskulös mit sportlicher Linienführung, sein über die komplette Fahrzeugbreite durchgehendes Rücklicht zeigt stilsichere Mode. Insgesamt sollte das SUV das moderne europäische Verständnis von sportlichem Lifestyle gut repräsentieren können. Klar, dass er sich auch innen nicht lumpen lässt und Edelmut zeigt. Feines, haptisch angenehmes Leder überzieht Sitze sowie Türinnenverkleidungen und wird von elegant geführten Nähten zusammengehalten. Auch das Armaturenbrett aus hinterschäumtem Kunststoff kann auf Wunsch mit Leder überzogen werden und zeigt ansprechend gestaltete Instrumente. Insgesamt wirkt der Innenraum modern und hochwertig, er bietet sowohl vorne als auch im Fond angenehme Platzverhältnisse mit ausreichender Kopffreiheit. Für entspanntes Reisen lassen sich auch die Lehnen der hinteren Sitze nach hinten neigen. Das Raumgefühl im Edge ist also gut, ein riesiges Panoramadach – natürlich State of the Art – und selbst die Geräusche beim Öffnen oder Schliessen der Türen bekunden Zugehörigkeit zur Premium-Liga. Ebenso kann sich der Kofferraum sehen lassen. Lediglich das Design der Mittelkonsole könnte Ford bis zum Marktstart im nächsten Jahr noch mal überarbeiten und dem hochwertigen Stil des gelungenen Premium-Interieurs anpassen. Knöpfe und Schalter sowie der Kunststoff des Panels wirkten im Vergleich zum Rest etwas profan. Ein angemessen grosser und multifunktionaler Touchscreen beherbergt die Konsole aber bereits. Motorenseitig belässt es Ford für den europäischen Markt bei dem umweltbewussten und leistungstechnisch vollkommen ausreichenden Angebot eines Vierzylinder-Diesels, der mit 180 PS und 400 Newtonmetern sowie einem manuellen Getriebe oder mit 210 PS/450 Newtonmetern und einem Doppelkupplungsgetriebe arbeitet. Beide Getriebe zählen jeweils sechs Gänge. Wer in der Premium-Liga mitspielen will, muss freilich auch technisch einiges bieten. Im Bereich der Fahrassistenzsysteme ist das Angebot mit Totwinkel- und Kollisionswarner, adaptiver Geschwindigkeitsregelung, Spurhalteassistent und Berganfahrhilfe auf der Höhe der Zeit, der elektronisch geregelte Allradantrieb immer an Bord, die hinteren Gurte sind mit Gurt-Airbags ausgestattet. Die Luftkissen sind dabei in den Gurtstoff integriert. Hinzu kommen eine adaptive Lenkung, ein Kurvenassistent sowie eine dynamische Stabilitätskontrolle. Dem vernetzten Kommunikationszeitalter huldigen das sprachgesteuerte Connectivity-System Ford Sync 2, zwei USB-Anschlüsse und ein AUX-Eingang für den Anschluss von mobilen Geräten. Für angenehme Ruhe im Innenraum bietet Ford ein System zur aktiven Geräuschminderung an. Dieses spielt über das Audiosystem gegenläufige Klänge zu störenden Fahrgeräuschen ab, um sie dadurch quasi zu neutralisieren. Die Passagiere hören davon nichts, nur eben die Ruhe, die dadurch entstehen soll. Geht man davon aus, dass der Ford Edge ge­gen­über seinen Konkurrenten einen Preisvorteil bieten wird, darf man ihm angesichts der Prognose des weiter wachsenden SUV-Marktes gute Chancen einräumen, den Kölnern das gewünschte Stück vom Kuchen zu bescheren. Der neue Ford Edge wird 2015 in der Schweiz erhältlich sein.

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