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SUZUKI GRAND VITARA: Ein Talent für Schnee und Matsch

Der Suzuki Grand Vitara hat ein Facelift erhalten. Der Pionier seiner Klasse ist aber trotzdem ein richtiger Schwerarbeiter geblieben.

Ein wenig gespannt war man ja schon, welche Modellpflege die Firma Suzuki einem ihrer Flaggschiffe angedeihen lassen würde. Der Grand Vitara ist in seiner aktuellen Generation acht Jahre alt – sein Debüt aber feierte der Allradler bereits im Jahr 1988. Damals war er einer der ersten zivilen Geländewagen, die auch in der Stadt einsetzbar waren. Suzuki setzte damit einen Trend, der bis heute ungebrochen ist. Kein Wunder, ist das Design des Pioniers in die Jahre gekommen. Damit er nun einen etwas zeitgemässeren Auftritt erhält, wurde ihm ein Facelift verpasst: Scheinwerfer, Kühlergrill und Stossstange wurden überarbeitet. Neu kommt er wertiger und markanter daher, dennoch ist er bullig und kantig geblieben – er pflegt ganz offensichtlich das Understatement: Hier zählen Funktionalität und Leistung statt modischer Schnickschnack. Bei den Motoren ist alles gleich geblieben: Einerseits gibts einen Turbodiesel mit 129 PS und Fünfgangschaltung, andererseits den getesteten 2,4-Liter-Benziner mit 169 PS. Für 2000 Franken Aufpreis lässt sich der Benziner zudem mit Vier-Stufen-Automatikgetriebe ausrüsten. Auch das Innere wurde überarbeitet, wobei sich die Begeisterung in Grenzen hält. Hartplastik, wohin das Auge reicht, und die Polster sehen billig aus. Aber: Hier kann der Nachwuchs auch mal einen Sirup verschütten und von Sportaktivitäten verschmutzte Kleidung kann dem Bezug nichts anhaben. Die Fahrgäste haben viel Platz und die variierbaren Sitze werden auf längeren Fahrten geschätzt. Nur der Kofferraum ist mit seinen 398 Litern nicht gerade üppig gross. Kommen zu Koffern und Rucksäcken noch Schuhe, Seile und andere Ausrüstungsgegenstände, muss man schon mit Augenmass packen. Wenig Freude macht die sich zur Seite öffnende Hecktür. Shoppingtouren in der Stadt machen damit keinen Spass. Auf der Strasse ist der Automat kein Ausbund an Temperament. Vorausgesetzt, man lässt mal die eine oder andere Lücke auf der Überholspur offen und verkneift sich fahrerische Ambitionen auf Passstrassen, gleitet der Wagen aber sehr komfortabel. Ambitionierte Fahrer kriegen die Quittung an der Tankstelle. Fährt man etwas temperamentvoll, steigt der Benzinverbrauch deutlich: Schluckt der Automat laut Hersteller 9,6 Liter auf 100 Kilometer, haben wir laut Bordcomputer auf steilen Passstrassen und auf der Autobahn einen Verbrauch von 12 Litern erreicht. Da würde ein fünfstufiges Automatikgetriebe wohl für bessere Werte sorgen. «Sportlich» ist nicht nur der Verbrauch, sondern auch das Fahrgefühl, so gibt die Federung Bodenunebenheiten an die Passagiere weiter, was aber auf Asphalt das Fahrgefühl selten beeinträchtigt. Seine Qualitäten spielt der Japaner aber im Gelände aus. Der Grand Vitara sieht nicht nur aus wie ein Geländewagen, er ist auch einer. Der permanente Allradantrieb sorgt in Schnee und Matsch für gute Traktion und je nach Geländebeschaffenheit lässt sich das Mittendifferenzial sperren und die Kraft starr 50 zu 50 auf beide Achsen verteilen. Bei schwerem Gelände kann man per Drehknopf eine Geländereduzierung zuschalten, die mehr Drehmoment zur Verfügung stellt. Das ist einiges mehr, als die meisten Lifestyle-SUVs zu bieten haben. Der Grand Vitara ist denn auch eher ein Schwerarbeiter als ein Spassmobil. Berg- oder Pferdesportler, Familien, aber auch Gewerbetreibende werden den Grand Vitara schätzen. Denn es gibt viel Auto zu vernünftigem Preis: Der Dreitürer 2.4 GL Top ist für 28 990 Franken, der Fünftürer mit Turbodiesel (1.9 TD GL Top, 129 PS) für 34 990 und der 2.4-L-Benziner mit manueller Schaltung (169 PS) für 32 990 Franken zu haben.

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