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Symbolkräftige Rettungsutensilien

Der Badi-Verein hat ge­gen­über dem Regierungsrat ein weiteres Zeichen zur Rettung der Badeanlage gesetzt: in Form einer Petition mit 3000 Unterschriften.

«Wir bitten den Regierungsrat, die Bürgerin­itia­ti­ve zur Rettung des Hallen- und Freibads nach Kräften zu unterstützen.» So heisst es im ersten Satz der Petition, die 3073 Personen unterschrieben haben und die eine Vertretung des Vereins Badi Rhein­au gestern in Zürich zuhanden der Kantonsregierung übergeben hat. Nach der Kundgebung vom 21. Februar (mit 830 Teilnehmenden) soll die Petition ein weiteres Zeichen darstellen, um dem Regierungsrat zu signalisieren: Die Weinländer Bevölkerung will, dass die Badi erhalten bleibt.

Caspar Heer, der Koordinator der Unterschriftensammlung, betont, die Formulierung «Wir bitten» sei bewusst gewählt: «Wir sagen extra nicht ‹Wir fordern›. Denn wir wollen ja mit dem Kanton zusammenarbeiten.»

Ein verbrieftes Recht

Im zweiten Satz wird präzisiert, der Regierungsrat solle eine neue Betreiberin der Anlage (vorgesehen ist eine Genossenschaft) nicht schlechterstellen als die bisherige (die Gemeinde Rheinau) und ihr nicht, wie er es jetzt beabsichtige, noch Baurechtszinsen und die Kosten für einen allenfalls später nötig werdenden Abbruch aufbürden.

Die Petition, in Bündeln zu rund 500 Formularen in je einem Schwimmflügeli «verpackt», nahm Martin Jurt von der Staatskanzlei entgegen. Und jetzt – wird die ganze Sammlung kurzerhand entsorgt? «Ganz und gar nicht», versichert Jurt, «der Regierungsrat nimmt solche Eingaben sehr ernst.» Eine Petition einzureichen, sei schliesslich ein verfassungsmässig verbrieftes Recht. Als Erstes bekomme der Verein Badi Rhein­au eine Empfangsbestätigung, dann nehme der Regierungsrat vom Eingang der Petition Kenntnis, worauf er in den nächsten sechs Monaten Stellung nehmen müsse. Was im konkreten Fall aber wohl schon am nächsten Montag geschieht, wenn die Regierungsräte Markus Kägi und Martin Graf persönlich nach Rhein­au kommen.

Bea Rapold und Corina Reiterer vom Badi-Verein sowie Adrian Gugelmann vom Schwimmclub, die Überbringer der Petition, symbolisierten das Thema Rettung nicht nur mit den Schwimmflügeli, sondern auch mit einem währschaften Rettungsring. (lü)

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