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Tanzen in der Gruppe macht mehr Spass

Der Verein Organisation Bal Folk fordert Tanzfreudige zum Mitmachen auf. Die europäische zeitgenössische Volkstanzmusik steht dabei im Mittelpunkt.

«Bal Folk» heisst das Zauberwort, und wer damit nichts anzufangen weiss, dem sei hiermit auf die Sprünge geholfen. «Alles, was es zum Tanzen braucht, sind zwei Füsse, einen rechten und einen linken», sagt Juliane Lischka vom Verein Organisation Bal Folk. «Um den Rest kümmern sich die Tanzleiter im Workshop. Der beliebte ‹Schottisch› lässt sich innerhalb von zwei Minuten lernen.» Beim Bal Folk werden vor allem Tänze aus dem französischen Sprachraum aufgeführt. Unterdessen sind daraus Tanzabende geworden, die immer mehr Anhänger finden und die sich von den bisweilen als verstaubt empfundenen Volkstanzveranstaltungen abgrenzen. Getanzt wird zu Live-Musik. Dass in der Gruppe alle mittanzen könnten, trage zudem zu der sehr besonderen Atmosphäre bei, sagt Juliane Lischka. Professionelle Hausbands Getanzt werden in der Regel Kreis-, Reihen- und Paartänze. Eine Besonderheit ist der «Mixer», eine Tanzform, bei der jeweils nach einer Kehre ein Partnerwechsel erfolgt. Typische Grundtänze des Bal Folk sind unter anderen Walzer, Mazurka, Schottisch und Bourrée. «Mit der Entwicklung der Folkszene und der damit verbundenen Mischung der französischen Tanzrichtungen werden unterdessen auch viele bretonische Tänze und Tanzformen aus dem Elsass populär», sagt Vereinspräsident Dominique Gärtner. Auch Tänze aus anderen Ländern wie Schweden, Deutschland, Spanien und Italien werden zunehmend ins Repertoire aufgenommen. Der Verein ist mit seinen Veranstaltungen in der ganzen Deutschschweiz, vor allem aber in Winterthur präsent. Hier treffen sich seit etwas mehr als zwei Jahren jeweils in der Frühjahrs- und Herbstsaison jeden Monat rund 50 Tanzfreudige. Organisiert werden die Tanzabende von den Vereinsmitgliedern und den beiden Hausbands Zephyr Combo und Caravelle, zwei World-Music-Formationen mit jungen Musikern aus der Schweiz, Belgien und Deutschland. Niedrige Einstiegshürden Ein typischer Bal-Folk-Abend dauert oft bis weit nach Mitternacht, sagen die Veranstalter. Oft werde zuvor ein Workshop angeboten, bei dem man die wichtigsten Tanzschritte erlernen könne. Akkordeon, Geige, Drehleier, Gitarre, Flöte und Kontrabass sind einige der gebräuchlichsten Instrumente, die zum Einsatz kommen. Neuerdings greifen die Musiker aber auch zur E-Gitarre, zum Saxofon und Schlagzeug. Das grosse Interesse an den Veranstaltungen erklärt sich Vereinspräsident Gärtner damit, dass die Reihen-, Kreis- und Paartänze auch für Neueinsteiger schnell und einfach zu erlernen sind. «Es braucht dazu keine besonderen Vorkenntnisse. Was in erster Linie zählt, ist die Freude am Tanzen und am Gemeinschaftserlebnis.» In Winterthur werden die Workshops von Corinne Bühler und Martin Wanzenried geleitet. Die drei aktiven Vereinsmitglieder kümmern sich auch um die Verträge mit den Gastbands, die Unterkunft und Verpflegung der Musiker, um die Technik, die Öffentlichkeitsarbeit und die Finanzierung der Anlässe. «Dazu gehört auch die Suche nach Sponsoren, die neben dem Eintrittsgeld der Tanzgäste wesentlich zum Gelingen der Tanzabende beitragen», betont Juliane Lischka. Alle Beteiligten, inklusive Musiker und Tanzleiter, arbeiten heute ehrenamtlich. Ziel des Vereins sei es, den Musikern und Tanzleitern künftig eine kleine Gage bezahlen zu können, sagt Gärtner.

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