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Tausende Bienen wegen Vandalen erfroren

Über 100 000 Bienen starben, weil Unbekannte zehn Bienenstöcke umwarfen. Nun will Hobby-Imker Ruedi Ruffner eine Kamera auf dem Gelände installieren, um den Vandalen auf die Spur zu kommen.

Wenn Ruedi Ruffner über die unbekannten Vandalen spricht, schüttelt er den Kopf. «Diesen Leute ist nicht bewusst, was sie da angerichtet haben», sagt er. «Die haben lebende Tiere getötet.» Nur wenige Bienen konnte der Hobby-Imker vor der Kälte retten, als Unbekannte am ersten Dezemberwochenende zehn Mini-Bienenstöcke im Stockemer Hölzli in Seen umwarfen und die Tiere der Kälte aussetzten. Rund 100 000 Jungbienen sind dabei erfroren. Nur vereinzelte Tiere überlebten, weil sie sich in die Waben zurückzogen und dort Schutz vor der Kälte suchten. «Nur ein, zwei Bienen konnte ich noch aus den umgeworfenen Kisten retten», sagt Ruffner. Die restlichen Tiere waren bereits tot, als der Imker eintraf. Der 83-Jährige sammelte die übrig gebliebenen Bienen ein und brachte sie zum Aufwärmen ins nahe gelegene Bienenhäuschen. Ob diese den Winter überleben werden, weiss er nicht. «Es ist schwer zu sagen, wie stark ihnen die Kälte zugesetzt hat.» Viel Arbeit für nichts Ob die Tiere überleben oder nicht, spielt für Ruffner aber letzten Endes keine Rolle: «So oder so muss ich nächstes Jahr wieder von vorne anfangen.» Die verendeten Jungbienen hätten im kommenden Sommer Honig sammeln sollen. Mit dem Ertrag des Verkaufs wollte der Hobby-Imker die Aufzucht bezahlen. «Das deckt gerade den Materialaufwand», sagt Ruffner. Die unzähligen Arbeitsstunden, die der Senior für die Zucht der Jungbienen diesen Sommer aufgewendet hat, bleiben sowieso unabgegolten. «Imkerei ist ein aufwendiges Hobby», sagt Ruffner. «Die Bienen sind aber wichtig für den Erhalt unserer Natur.» Kamera soll helfen Wieso Unbekannte die Mini-Bienenstöcke umwarfen, weiss Ruffner nicht: «Da hat jemand überhaupt nicht überlegt.» Eines ist für den Hobby-Imker aber klar. Sollten die Verursacher geschnappt werden, müssen sie den Schaden bezahlen. Auf insgesamt 3000 bis 4000 Franken schätzt der Imker diesen. Den Vorfall hat er deshalb der Polizei gemeldet. Doch von den Vandalen fehlt bisher jede Spur. «Die Täter konnten noch nicht identifiziert werden», sagt Marc Besson, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich. Obwohl bereits Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen seien, habe man noch keinen Vandalen aufspüren können. Weitere Hinweise nimmt die Kapo aber gerne entgegen. Ruffner indes hat seinen eigenen Verdacht: «Im Stockemer Hölzli war früher ein Treff für Jugendliche. Es würde mich nicht wundern, wenn es ein Lausbubenstreich gewesen ist.» Damit er das beweisen kann, will der Rentner eine Kamera am nahe gelegenen Bienenhäuschen installieren. «Das schreckt die Täter bestimmt ab.»

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