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Tempo verschärft

spiez. In der letzten NLA-Unihockeypartie vor der WM-Pause gewannen die Red Ants beim Tabellenletzten Höfen 5:2.

Eine Premiere, ein Comeback und eine Trotzreaktion prägten die Partie. Zum ersten Mal in dieser Saison stand Pierina Beroggi im Tor der Red Ants. Lange hatte die 23-Jährige nach einer Verletzung auf ihren Einstand warten müssen. Früher als erwartet kam dagegen Stürmerin Daniela Stettler (Abnützungserscheinungen am Knie) zu ihrem Comeback – die Geduld im Aufbautraining scheint sich auszuzahlen. Beroggi machte ihre Sache gut, Stettler gelang das wichtige 1:3 zu Beginn des Schlussdrittels. Beide Einsätze zahlten sich somit aus.

Lange war es in Spiez ein Spiel ohne Tempo, in dem sich das erwartet defensiv eingestellte Höfen nach dem ersten Saisonsieg am letzten Wochenende Hoffnung auf weitere Punkte machen durfte. Alexandra Fricks Führungstreffer glichen die Bernerinnen bei Spielhälfte aus, und auch nach dem 1:2 durch Claudia Kunz in der 35. Minute war noch alles offen. «In der zweiten Pause rief ich meinen Spielerinnen ein paar Dinge in Erinnerung», sagte Red-Ants-Trainerin Kati Eteläpää. Zum Beispiel, dass es mit drei kompletten Blöcken auch gegen den Tabellenletzten Tempo braucht, um nicht die Mehrheit der Abschlüsse geblockt zu sehen. Die Umsetzung gelang sofort. Nach dem erwähnten Tor Stettlers erhöhte erneut Kunz in der 45. Minute zum 1:4. Das war die Entscheidung, auch wenn Höfen noch einmal auf zwei Tore verkürzen konnte. Andrea Kern sorgte fünf Minuten vor dem Ende für das Schlussresultat.

Harte Pause

Bemerkenswert war die Leistung von Claudia Kunz, die – im Gegensatz zu ihren Teamkolleginnen Kern, Chalverat, Scheidegger und Frick – nicht für die am Samstag in Brünn (Tschechien) beginnende WM nominiert wurde. «Wenn man die gesamte Vorbereitung mitgemacht hat, ist es natürlich eine Enttäuschung, nur auf Pikett zu sein. Nachtrauern bringt aber nichts, ich kämpfe weiter für meinen Traum», sagte die Verteidigerin, die im Moment im Sturm aufläuft. Mit zwei Toren und einem Assist zeigte sie, dass sie den Kopf tatsächlich nicht hängen lässt.

In den kommenden zwei Wochen dürfte sie die verpasste WM aber noch doppelt schmerzen, denn die Daheimgebliebenen erwartet vor allem Konditionstraining. «Hart, sehr hart», antwortete Eteläpää auf die Frage, wie die Trainings ohne die Internationalen aussehen werden. «Wir werden die Basis für die Playoffs legen und an der Kondition arbeiten», versprach die Finnin.

Noch vor Weihnachten wird man sehen, wie sich dieses Training ausgewirkt hat: Unmittelbar nach der WM steht eine Doppelrunde auf dem Programm, dar­un­ter das Auswärtsspiel beim kecken Aufsteiger Skorpion Emmental, der sich bis auf einen Playoffplatz vorgearbeitet hat. (dk)

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