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Terrorwelle im Irak: Anschläge im Minutentakt mit Dutzenden Toten

Die blutige Terrorserie im Irak reisst nicht ab. Heute detonierten binnen weniger Minuten zehn Bomben an verschiedenen Plätzen in der Hauptstadt Bagdad. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen starben mindestens 40 Menschen. Die Polizei zählte 150 Verletzte.

Allein in der östlichen Schiiten-Vorstadt Sadr-City kamen nach Informationen der Nachrichtenagentur Sumeria News sechs Zivilisten ums Leben. Bereits am späten Sonntagabend hatte sich ein Selbstmordattentäter inmitten einer Trauergesellschaft in der Stadt Al-Musajib südlich von Bagdad in die Luft gesprengt. Er riss nach Angaben von Spitalärzten 27 Menschen mit in den Tod. In Bakuba nordöstlich von Bagdad töteten Extremisten am Abend sieben Menschen. Auch die ansonsten weitgehend friedliche Kurden-Stadt Erbil wurde von einer Serie von Bombenanschlägen erschüttert. In den vergangenen Monaten haben im Irak Gewalt und Terror massiv zugenommen. Der Juli war nach Angaben der Vereinten Nationen mit mehr als 1000 Todesopfern der blutigste Monat der vergangenen fünf Jahre. Grund ist der andauernde Machtkampf zwischen den sunnitischen Parteien und dem schiitischen Regierungschef Nuri al-Maliki. Der Konflikt zwischen den Religionsgruppen erhält durch den Bürgerkrieg im benachbarten Syrien neue Nahrung.

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