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Todesschütze muss volle Strafe absitzen

Nach dem aktuellen Entscheid des Bundesgerichts wird der Todesschütze aus 2002 wohl auch die letzten fünf Jahre seiner Freiheitsstrafe von 17 Jahren verbüssen müssen.

Vor zwölf Jahren hat der heute 45-jährige X.* in einem Apartment oberhalb der Lugano-Bar an der Zürcher Langstrasse ein Liebespaar erschossen. Der Grund: Das Opfer soll die Freundin des Täters geohrfeigt haben. Im Koksrausch schoss der Todesschütze 14 Mal. Er leerte das ganze Magazin seiner 9mm-Pistole. Die blutige Tat und der Gerichtsprozess sorgten damals für Aufsehen.2004 verurteilte das Obergericht des Kantons Zürich den Kleindealer unter anderem wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 17 Jahre. Zwei Drittel seiner Strafe hat er inzwischen abgesessen. In der Regel werden Gefangene nach dieser Frist bedingt entlassen – nicht so X.. Das Bundesgericht folgt in seinem Entscheid den Vorinstanzen, die eine vorzeitige Entlassung ebenfalls abgelehnt hatten. X. habe sich im Vollzug «insgesamt positiv verhalten», hält das oberste Gericht zu seinen Gunsten fest. Er habe auch auf harte Drogen verzichtet. Hingegen habe er sich bislang geweigert, im Rahmen der Resozialisierungsbemühungen aktiv mitzuwirken. X. nehme nicht am Sozialkompetenztraining teil und konsumiere weiterhin Cannabis. Er besuche auch keine freiwillige Therapie. Es sei nicht belegt, dass er seine Tat aufgearbeitet habe. Weiterhin gehe man beim Täter zudem von einer Rückfallgefahr für Tötungsdelikte aus.* Name von der Redaktion geändert

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