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Tödliche Überraschung auf Canyoning-Tour

Amden. Für zwei Menschen ist beim Canyoning-Unglück im Fallenbach jede Hilfe zu spät gekommen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung.

Beim Canyoning zwischen Amden und dem Walensee wurden am Sonntagnachmittag insgesamt zwölf Menschen vom Hochwasser überrascht. Sie waren unabhängig voneinander in zwei Gruppen unterwegs. Während eine fünfköpfige Gruppe rechtzeitig evakuiert werden konnte, gestaltete sich die Rettung der anderen, siebenköpfigen Gruppe schwierig. Obschon zwei Heli­kopter der Rega eingesetzt wurden, konnten eine 23-jährige Deutsche sowie ein 24-jähriger Mann mit schweizerisch-belgischer Staatsbürgerschaft Stunden später nur noch tot geborgen werden. Drei weitere Touristen wurden leicht verletzt ins Spital gebracht.

Während der Rettung standen 60 Helferinnen und Helfer der Feuerwehr, Polizei, Rega und des SAC im Einsatz. Die Überlebenden wurden von einem Care-Team psychologisch betreut. Gestern war die Kantonspolizei St. Gallen mit weiteren Abklärungen beschäftigt. Wie in solchen Fällen üblich, hat die Staatsanwaltschaft eine Untersuchung wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

Die beiden Todesopfer waren mit dem Veranstalter Alpinschule Tödi unterwegs. Laut Mediensprecher Patrick Stämpfli bedauert das Unternehmen das Unglück sehr. Tödi ist nicht Mitglied der Swiss Outdoor Association, des Dachverbands der qualifizierten und kommerziellen Veranstalter im Outdoor- und Adventure-Bereich der Schweiz.

Böse Erinnerungen

Beim Canyoning geschehen immer wieder Unfälle – der neueste erinnert fatal an die Kata­strophe in der Saxetschlucht in Wilderswil im Berner Oberland 1999. Damals starben 21 Menschen im Alter von 19 bis 32 Jahren. Auch in diesem Fall war der Bach war nach heftigem Regen angeschwollen und hatte die 45-köpfige Expedition mitgerissen. Ein Todesopfer konnte bis heute nicht geborgen werden.

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