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Totalschaden nach Busbrand

Heute Freitagmorgen geriet kurz nach 8 Uhr bei der Haltestelle Stadthaus ein Stadtbus in Brand. Es handelt sich um einen Bus der Linie 5. Verletzte gab es gemäss Stadtpolizei keine. Wieso das Feuer ausgebrochen ist, blieb bis heute Nachmittag noch unklar.

Die Rettungskräfte waren mit einem Grossaufgebot von 18 Feuerwehrleuten, einem Dutzend Polizisten und Sanitätern vor Ort. Die Feuerwehr war innert weniger Minuten da und konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen. Der Chauffeur und rund zwei Dutzend Passagiere hatten den Bus verlassen können, bevor die Flammen vom Heck her ins Wageninnere überschlugen. Warum der Motor in Brand geriet bleibt unklar. Die Ursache wird derzeit durch Spezialisten des Brandermittlungs- dienstes der Kantonspolizei Zürich untersucht. Fast abgeschriebene 450 000 Franken Über Schäden an umliegenden Gebäuden liegen derzeit keine Informationen vor. Beziffern lässt sich der Totalschaden, der am Bus entstanden ist: Laut Stadtbus-Sprecher Reto Abderhalden ist der rund 13 Jahre alte Bus, Marke Mercedes Citaro, beinahe abgeschrieben. Der Neuwert beträgt rund 450'000 Franken. Die sieben bei Stadtbus im Betrieb stehenden Citaros sollen aber ohnehin in den nächsten drei Jahren durch neue ersetzt werden. Nachdem der Brand gelöscht war, übernahm am späten Vormittag die Crew der Autohilfe Zürich, um das Bus-Wrack abzuschleppen. Sie sicherte den Bus, hob ihn mit einem Luftkissen-Wagenheber an, um ihn daraufhin mit dem schweren Abschlepp- und Bergungswagen in Richtung Brandplatz auf der Zivilschutzanlage im Ohrbühl wegzufahren. Die Berufsfeuerwehr blieb vor Ort, um nach dem Abtransport die mutmasslich entstandenen Umweltschäden durch ausgelaufenes Öl zu kontrollieren. Gleicher Bustyp

brannte schon mehrfach anderswo

Das Busmodell ist das kraftstoffbetriebene Modell «Citaro» von Mercedes. Wie mehrere deutsche Zeitungen vor drei Jahren berichteten, ist dieser Bustyp mit über 30'000 verkauften Fahrzeugen das erfolgreichste Modell der Welt. Aber: Seit 2003 haben über ein Dutzend Busse des gleichen Fahrzeugtyps gebrannt. Alleine in Berlin waren es 2009 bis 2010 sieben Busse, weitere Fälle sind aus London, Halle und Hamburg (2004) und ab 2013 wiederum in Deutschland und Österreich bekannt. Bis auf wenige Ausnahmen stammten alle Fahrzeuge aus der ersten Bauserie von vor rund 12 Jahren, die meisten aus dem Jahr 2002. Die sieben Citaros in Winterthur stammen ebenfalls aus denselben Jahren (2000 und 2001). In Berlin wurden die genauen Ursachen nie geklärt. Laut Angaben der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) investierten diese aber rund 6 Millionen Euro in die Installation von Brandmelde- und Löschanlagen in allen Bussen der BVG. Laut deren Sprecher Markus Falkner hat sich diese Investition gelohnt: «Seither gab es bei Citaros keinen einzigen nennenswerten Brandfall mehr.» Noch heute haben die BVG Dutzende von Citaros verschiedener Modell in Betrieb. Mit der Herstellerin habe man sich «in gemeinsamen Interesse geeinigt»

Ähnlicher Brand an anderem Modell in Elsau

Auch in Winterthur brannte etwas mehr als vor einem Jahr schon einmal ein Stadtbus: Am 4. Januar 2013 stand ein Bus der Marke Solaris in Elsau in Flammen. Auch dieses Modell wird mit Kraftstoff betrieben. Laut Abderhalden sei derzeit aber kein technischer Zusammenhang mit diesem und dem heutigen Brand herstellbar, auch weil es sich bei Solaris um ein völlig anderes Busmodell handle. Ähnlich war nur die Art und Weise wie sich der Brand im Bus ausgebreitet hat: Von hinten her, quer durch den Bus. Der Brand in Elsau konnte nicht ganz aufgeklärt werden. Nach Abderhalden wurde die Ursache im Partikelfilter vermutet und darum als mutmassliche Schwachstelle ausgemerzt.

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