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Traditionelle Werte hochgehalten

Die Kombination zwischen dem Zweiliter-Diesel-Boxermotor und der stufenlosen Getriebeautomatik Lineartronic ist eine Premiere. Neu erfunden hat der japanische Allradspezialist Subaru den rustikalen Outback auch in seiner vierten Generation nicht.

Der hochbeinige Outback mit seiner deutlichen Präferenz auf Abstecher ausserhalb des befestigten Wegnetzes gehört schon seit 1997 zur Fahrzeugpalette von Subaru und erfreut sich dank seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten vor allem in ländlichen und hügeligen Gegenden grosser Beliebtheit. Der rustikal geformte und genauso daherkommende Crossover mit fünf Sitzen wird in seiner bereits vierten Generation erstmals auch mit Dieselmotor und Automatikgetriebe angeboten. Auf diese zusätzliche Kombination haben viele Kunden seit Langem gewartet. Den Markt durcheinanderbringen wird aber auch sie nicht. Der Subaru Outback bleibt seinen alten Tugenden gerecht und strebt nicht nach Anerkennung in einem neuen Kundenkreis. Wer sich für die jüngste Version entscheidet, weiss ganz genau, was ihn erwartet. Ein trotz üppiger Offroadoptik unaufgeregtes und weitgehend vertrautes Aussenkleid steht ebenso für bestehende Werte wie der Zweiliter-Vierzylinder-Turbodiesel, der trotz seiner 150 PS kein ausgesprochen sportlicher Vertreter seines Fachs ist und mit einem Durchschnittsverbrauch von mindestens 6,5 Litern Diesel für 100 Kilometer auch nicht zu den Sparsamsten gehört. Wenn es jedoch gilt, die Möglichkeiten und Qualitäten des permanenten Allradlers in seinem bevorzugten Tätigungsfeld auszuloten, lässt es der bestens bewährte Boxermotor über Stock und Stein an gar nichts fehlen. Interessant dabei ist das Steuerungssystem für die eigentlich stufenlose CVT-Getriebeautomatik: Nimmt der Lenker beim Umgang mit dem Gaspedal keine Rücksicht auf Zartbesaitete, wechselt das System auf eine Art Stufenschaltung mit festgelegten Gängen, die über Wippen am Lenkrad auch manuell geordnet werden können. Mit diesem, vom Motor akustisch begleiteten künstlichen Prozess soll das Fahrgefühl verbessert werden. Ob er wirklich Sinn macht, darf hinterfragt werden. Als Schnäppchen kann der neue Subaru Outback 2.0D Limited trotz seines eingeschränkten Freundeskreises auch nicht bezeichnet werden, ist er doch mit einem Grundpreis von 48?650 Franken rund ein Viertel teurer als die gleich motorisierte Basisversion Advantage mit manuellem Fünfganggetriebe. Als Alternative gilt es den stark verbesserten 2,5-Liter-Benziner mit 173 PS im Auge zu behalten. Fällt der direkte Vergleich zu einigen der wichtigsten Konkurrenten im Preisbereich nicht besonders vorteilhaft aus, gehört der Laderaum im Outback zum besten überhaupt in diesem Segment. Das Volumen des Gepäckraums kann mit wenigen Handgriffen von bereits stattlichen 526 auf 1677 Liter erweitert werden und entspricht dank dem völlig problemlosen Zugang den Bedürfnissen der Bergbauern, der Freizeitsportler mit grossem Gerät und der in einsamen Landstrichen besonders gefragten Handwerkerbetrieben. Serienmässig sind bei den Limited-Modellen die bequemen Ledersessel, der elektronisch verstellbare Fahrersitz mit Memoryfunktion und das gross dimensionierte Glashebeschiebedach. Der Subaru Outback war der erste Offroadkombi überhaupt, hat inzwischen aber Konkurrenz aus den verschiedensten Lagern bis in die Premium- und Lifestyle-Segmente erhalten. Davon bleibt der japanische Pionier weit entfernt. Vielmehr hält er die traditionellen Werte aufrecht und erhält vor allem dort Kredit, wo ehrliche Arbeit ohne jegliche Effekthascherei gefragt ist. Im Gelände gelingt das wesentlich besser als auf der Autobahn.

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