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Trends der Comic-Kunst

Luzern. Das Internationale Comix-Festival Fumetto in Luzern zeigt einen Querschnitt durch das zeitgenössische Comic-Schaffen. Dazu gehören auch Geschichten für Smartphones und Tablets.

Mit elf Haupt- und diversen Nebenausstellungen wirft das Festival Fumetto auch dieses Jahr wieder einen dezentral organisierten Blick auf die Trends der Branche. «Motion Comics» heisst die Ausstellung von Comic-Künstlern, die die technischen Möglichkeiten digitaler Träger wie Smartphone und Tablet-Computer ausnutzen. Die Comic-Bilder bewegen sich, sind mit Sound unterlegt und erlauben es dem User, mit der Geschichte zu interagieren. Comic, Illustration, Animation und Gamedesign werden so zu einer Kunstform verbunden, in der neue technische Möglichkeiten genutzt werden. Der Besucher der Ausstellung kann sich durch die präsentierten Geschichten klicken, wischen, tippen oder hören.

Blick hinter die Kulissen

Eine weitere Hauptausstellung ist der italienischen Künstlerin Gabriella ­Giandelli gewidmet. Die 1963 geborene Mailänderin malt mit Bundstiften naiv wirkende Bilder, die Vertrautheit und Surrealität vermitteln. Die Fumetto-Macher zählen Giandelli zu den wichtigsten Comic-Zeichnerinnen Europas. Sie ziehe den Leser mit geisterhaftem Sog hinter die Fassade der Normalität.

Im «Comic Pop Up Center», einer weiteren Hauptausstellung, werden nicht nur fertige Comic-Geschichten präsentiert, sondern auch deren Entstehung gezeigt. Diese Ausstellung führt finnisches und Luzerner Comic-Schaffen zusammen. Das Entstehen eines Comic kann auch bei Eric Lambé mitverfolgt werden. Als Artist in Resi- dence hat er die Aufgabe, seine Ausstellung täglich um eine Seite wachsen zu lassen. Der 1966 geborene Lambé ist ein Pionier des experimentellen Comic.

Comic-Performance

Ins Festival mit einbezogen ist mit seiner Sonderausstellung (bis 1. Juni) zu Robin Rhode auch das Luzerner Kunstmuseum. Der 1976 geborene Südafrikaner Rhode thematisiert in seinen Werken den Zusammenprall der westlichen und der südafrikanischen Moderne. Er kombiniert Zeichnen mit Performance, indem er Zeichnungen an die Wand malt, diese mit seinem Körper inszeniert und dann mit der Kamera festhält.

An weiteren Ausstellungen zu sehen sind die Teams Nobrow aus England und Dongery aus Norwegen, der Reportagenzeichner Olivier Kugler und die Zeichnerin Peggy Adam. An der Fumetto-Schleuder können sich die jungen Künstlerinnen Dimitra Charamanda (geboren 1988) und Johanna Schaible (1984) an einer Einzelausstellung präsentieren. Jedes Jahr führt Fumetto auch einen Wettbewerb durch, an dem sich Hunderte Künstler aus der ganzen Welt beteiligen. Das diesjährige Thema heisst «Genuss oder Sucht». (sda)

Fumetto

5. bis 13. April, Luzern, diverse Orte

www.fumetto.ch

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