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Trotz freier Stellen: Viele Informatiker arbeitslos

Vor allem ältere Informatiker finden nur schwer eine neue Stelle – laut RAV fehlt ihnen oft die geforderte Aus- oder Weiterbildung.

Beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum Winterthur sind einige Informatiker gemeldet, obwohl gleichzeitig viele Informatikstellen ausgeschrieben sind. «Man würde annehmen, dass jeder Informatiker rasch wieder eine Stelle findet, wenn der Bedarf so hoch ist», schreibt RAV-Leiterin Suzanne Bauer in einer Mitteilung. Das sei aber nicht so. Vor allem ältere Informatiker fänden nur mit Mühe eine neue Stelle, weil sie nicht als Spezialisten, sondern als Generalisten ausgebildet sind.«Arbeitgeber fordern heute eine fundierte IT-Ausbildung, die es in den 70er- und 80er-Jahren noch gar nicht gab», schreibt Bauer weiter. Schwierig sei die Lage insbesondere für Informatiker, die keine qualifizierte Weiterbildungen nachweisen könnten. Firmeninterne Kurse genügten heute auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr.

Hinter stagnierenden Zahl verbergen sich viele An- und Abmeldungen

Insgesamt ist die Arbeitslosenquote im Bezirk Winterthur stabil. Ende November waren 2575 Personen ohne Arbeit. Das entspricht exakt 3,0 Prozent der erwerbsfähigen Männer und Frauen. Damit ist die Quote im vergangenen Monat um 0,1 Prozent gestiegen. Im November 2013 hatte sie bei 3,1 Prozent gelegen.Die relativ stabile Quote erweckt den Eindruck, die von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen seien stets dieselben. Das aber ist laut RAV falsch. Hinter den stagnierenden Zahlen verberge sich sehr viel Bewegung, schreibt Bauer. «Wir erleben eine Zeit vieler An- und Abmeldungen.»Die durchschnittliche Anzahl Bezugstage – die Anzahl Tage also, an denen Arbeitslose vor einer Rückkehr ins Erwerbsleben Taggeld bezogen haben – ist in den letzten 12 Monaten kontinuierlich gestiegen. «Das deutet auf eine leichte wirtschaftliche Abkühlung hin», schreibt Bauer. Diesen Trend unterstreiche auch die Tatsache, dass im Sommer nicht alle Bauarbeiter Arbeit fanden.

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