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Trotz Sehstörung zum zweiten Sieg

Slalom am LauberhornFelix Neureuther gewann zum zweiten Mal den Slalom in Wengen. Auf Platz 10 reihte sich Luca Aerni als bester Schweizer ein.

Sein Gefühl sei schon beim Auf­stehen gut gewesen, als er aus dem Fenster geschaut habe. «Wenn es schneit, läuft es mir meistens gut», liess der Berner Luca Aerni bei heftigem Schnee­treiben verlauten. Ähn­liche Verhältnisse herrschten vor Jahresfrist auch in Kitzbühel, als er als Fünfter sein bisher bestes Weltcupresultat erreicht hatte. Der 19. Platz heuer in Adel­boden hatte ihm jenes Selbstvertrauen verliehen, das ihm in der Heimat die Rückkehr in die erweiterte Weltspitze ermöglichte. «Ich habe innert weniger Tagen einen grossen Schritt nach vorne gemacht», resümiert Aerni, der an der Junioren-WM 2014 nur dem Norweger Henrik Kristoffersen den Vortritt lassen musste.

Aernis Vorstellung ist insofern erstaunlich, als er wegen eines Ende Juli erlittenen Bandscheibenvorfalls mit einem grossen Trainingsrückstand in die Saison gestartet war. Reiht er sich nun in den noch zwei Rennen vor der WM neuerlich unter den besten 15 ein, fliegt er im Fe­b­ruar definitiv nach Beaver ­Creek. Zunächst treffen sich die Slalomspezialisten am nächsten Sonntag in ... Kitzbühel. Als «so lala» bezeichnete Daniel Yule, der den WM-Startplatz bereits auf sicher hat, seinen 20. Platz in Wengen. Ramon Zenhäusern landete wie in Adel­boden auf dem 31. Platz. Diesmal fehlten 0,16 Sekunden zum Final.

Im Gegensatz zu Felix Neureuther ist der in Engelberg wohnhafte Mattias Hargin nicht für schnelle Finaldurchgänge bekannt. Während der schwe­dische Halbzeitleader auf Platz 6 zurückfiel, stiess der Deutsche von Platz 5 an die Spitze vor und liess sich am Lauberhorn nach 2013 zum zweiten Mal als Sieger feiern. «Das erste Mal ­ in Wengen zu gewinnen, war wunderbar. Doch auch der zweite Sieg fühlt sich grossartig an», sagte der Bayer nach seinem elften Weltcupsieg, dem zweiten in diesem Winter. Dabei hatte er am Morgen noch unter einer Migräneattacke mit einer Seh­störung des linken Auges gelitten. Das Ganze sei eine Folge des bei einem Autounfall Anfang 2014 erlittenen Schleudertraumas. Im zweiten Lauf sei er aber in keinster Weise mehr beeinträchtigt gewesen. Der zeitplatzierte Italiener Stefano Gross und der drittklassierte Henrik Kristoffersen verteidigten ihre am Morgen herausgefahrenen Positionen erfolgreich.

Weltcup-Leader Marcel Hirscher fädelte nach bester zweiter Zwischenzeit bereits im ersten Lauf ein: «Ich wollte ganz nach vorne. Ein 6. oder 7. Platz bringt mir nichts», nahm der Salzburger es gelassen. Und da Olympiasieger Mario Matt heuer zwar erstmals das Ziel erreichte, sich aber als 19. sogar von seinem 14 Jahre jüngeren Bruder Michael (16.) schlagen lassen musste, setzte es für die ÖSV-Männer das schlechteste Weltcup-Ergebnis in Wen­gen ab. Als Bester wurde Reinfried Herbst nur gerade 13. red/mob

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