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UBS rechnet mit gemächlichem Wirtschaftswachstum in der Schweiz

Die UBS rechnet für das laufende Jahr mit einem gemächlichen Wirtschaftswachstum. Sie prognostiziert eine Zunahme des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 0,9 Prozent. Damit blicken die UBS-Ökonomen vergleichsweise pessimistisch in die Zukunft.

Die Wirtschaftsexperten des Bundes hatten in ihrem Ausblick vom Dezember ein BIP-Wachstum von 1,3 Prozent für das Jahr 2013 prognostiziert. Die Rechnung des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) deckt sich damit mit jener der ETH-Konjunkturforschungsstelle KOF. Die Credit Suisse erwartet gar ein Wirtschaftswachstum von 1,5 Prozent.

Als Erklärung für die Zurückhaltung seiner Bank führt UBS-Ökonom Caesar Lack die nach wie vor schlechte Wirtschaftslage in Europa ins Feld. Diese wirke sich negativ auf die Exportindustrie aus.

Allerdings entwickelt sich die Schweizer Wirtschaft gemäss Lack höchst ungleichmässig. Die Divergenz zwischen den einzelnen Branchen sei so gross wie letztmals zum Höhepunkt der Krise im Jahr 2009, was die Prognose zusätzlich erschwere.

In ihrer Publikation Outlook Schweiz vom Donnerstag schreibt die Grossbank von einer leicht besseren Auftragslage in der Industrie. Demgegenüber dauere etwa die Talfahrt im Tourismus weiter an.

Als Beleg für die schwer einzuschätzende Konjunkturentwicklung zieht Lack das BIP-Wachstum im dritten Quartal 2012 heran. Nach einem Rückgang im Vorquartal war die Schweizer Wirtschaft damals mit 0,6 Prozent verblüffend stark gewachsen.

Schwer einzuschätzen ist auch die Entwicklung der Weltwirtschaft. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die globale Konjunktur im laufenden Jahr kräftig erholen wird, gibt die UBS mit 10 Prozent an. Wahrscheinlicher ist mit 15 Prozent das gegenteilige Szenario.

Bei der Jahresteuerung geht die UBS von einem durchschnittlichen Anstieg von etwa 0,2 Prozent aus. Im vergangenen Jahr waren die Preise noch um 0,7 Prozent gesunken. Ab 2014 bestehe jedoch wieder ein hohes Teuerungspotenzial, erklärte die Grossbank.

Im Devisenmarkt erwarten die UBS-Ökonomen, dass sich der Euro-Kurs in der Spanne zwischen 1,21 Franken und 1,23 Franken stabilisieren wird. Mitte Januar war der Euro zum ersten Mal seit Mai 2011 wieder über die Marke von 1,25 Fr. gestiegen.

Den Immobilienmarkt hält die UBS in einzelnen Regionen bereits für überbewertet. Sie rechnet damit, dass der Preiszyklus 2014 enden wird. Bei einem Anstieg der langfristigen Zinsen könnten die Preise aber bereits im laufenden Jahr einbrechen, schreibt die Bank.

(sda)

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