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UBS und Credit Suisse in den USA verklagt

New York. Ein Pensionsfonds wirft den Grossbanken UBS und CS sowie weiteren Instituten vor, den Markt für Kreditausfall- versicherungen (CDS) jahrelang manipuliert zu haben.

UBS und Credit Suisse droht in den USA weitere Unbill: Die beiden Banken wurden am vergangenen Dienstag zusammen mit zehn weiteren Finanzinstituten im US-Bundesstaat Illinois von einem Pensionsfonds verklagt.

Die Banken hätten auf dem 27 Billionen Dollar schweren CDS-Markt jeglichen Wettbewerb verhindert, schreibt der Metallarbeiter-Pensionsfonds Sheet Metal Workers Local 33 Cleveland District Pension Plan, der eine Sammelklage anstrebt. «Der CDS-Markt war klar aufgeteilt zwischen denen, die ihn kontrollieren und verzerren, und denjenigen, die sich fügen mussten.» Die Preise seien künstlich und nicht marktgerecht entstanden.

Die Aussichten der Sammelklage dürften von parallel laufenden Kartellrechtsuntersuchungen des US-Justizministeriums und der EU-Kommission abhängen. Sie gehen dem Vorwurf nach, die Banken hätten gemeinsame Sache gemacht, um einen Wettbewerb auf dem CDS-Markt zu verhindern.

Mit Kreditausfallversicherungen sichern sich Investoren gegen die Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen oder Ländern ab. Mit ihnen kann aber auch auf die Bonität eines Schuldners gewettet und dieser damit in Bedrängnis gebracht werden, was CDS in Verruf gebracht hat. Banken ermöglichen als zwischengeschaltete In­sti­tu­tio­nen den Handel mit diesen Papieren.

Die Klage des Pensionsfonds richtet sich gegen UBS, Credit Suisse, Deutsche Bank, Barclays, Royal Bank of Scotland, HSBC, BNP Paribas, Bank of America, Citigroup, JP Morgan Chase, Goldman Sachs und Morgan Stanley. UBS und Credit Suisse wollten sich auf Anfrage nicht zu den Vorwürfen äussern.

UBS, Credit Suisse und zahlreiche weitere Finanzinstitute müssen sich weltweit bereits wegen der mutmasslichen Manipulation von Referenzzinssätzen wie den Libor und den Euribor verantworten. (sda)

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