Zum Hauptinhalt springen

Umbau am Bahnhof sorgt für zusätzlichen Velo-Engpass

Während die neue Parkhausrampe gebaut wird, fehlen am Hauptbahnhof 300 Veloparkplätze. Man schaffe so viele Ersatzplätze wie möglich, versichern die Zuständigen.

Rund um den Hauptbahnhof gibt es zu wenige Veloparkplätze – das ist allgemein akzeptiert. Der Stadtrat und die Urheber der ­Velo-Initiative streiten darüber, ob es 6000 oder 7200 Plätze brauchen würde – aktuell gibt es allerdings nur etwa halb so viele. In der nächsten Zeit wird sich die Lage nicht verbessern. Im Gegenteil: Weil ab Dezember eine neue Rampe hinter dem Bahnhof gebaut wird, mussten neben den viel­beweinten Linden auch etwa 300 Veloabstellplätze weichen. Der Bau der kombinierten Auf- und Abfahrt zum Bahnhofparkhaus soll bis September 2015 dauern; erst wenn die neue Rampe fertig ist, wird die alte Abfahrt ­abgerissen. Während der Bauzeit wird die Rudolfstrasse ­teilweise gesperrt, der Verkehr wird über die Konradstrasse umgeleitet. Die Planer der Stadt versuchen, die 300 Veloparkplätze zu ersetzen. Ganz wird dies aber nicht ­gelingen, wie der neue Gesamtverantwortliche für den Bahnhofumbau, Armand Bosonnet, sagt: «Wir versuchen, so viele Parkplätze wie möglich anzubieten.» Konkret sind an der Rudolfstrasse, gegenüber der alten Konkordia-Druckerei, Ständer für 77 Velos montiert worden. Weiter werden die 72 Abstellplätze an der Wartstrasse, die auf Kosten von Autoparkplätzen gewonnen wurden, vorläufig be­lassen. Nach Fertigstellung der neuen Unterführung beim Kesselhaus sollen dort zudem 30 Plätze mehr zur Verfügung stehen als vorher. Prekär dürfte die Situation im Frühling werden, wenn wieder mehr Leute mit dem Velo zum Bahnhof fahren. Bis dann will die Stadt nach Möglichkeit weitere Parkplätze erstellen. Man sei mit privaten Grundeigentümern im Gespräch, sagt Bosonnet. Pro-­Velo-Geschäftsführer Kurt Egli regt an, notfalls weitere Auto- in Veloparkplätze umzuwandeln. Mehr Plätze auf Vorderseite Eine weitere Knacknuss für die Planer stellt die Situation bei der «Milchküche» auf der anderen Seite der Gleise dar. Vermutlich ab Herbst 2015 werden die SBB Arbeiten an Gleisen und Perrons vornehmen. Die «Milchküche» wird abgerissen, damit an dieser Stelle die Baucontainer auf­gestellt werden können – und es fallen weitere 290 Veloplätze weg. Dieser Abbau soll allerdings vollständig kompensiert werden. Mehr noch: Unter dem Strich soll die Zahl der Parkplätze auf dieser Seite des Bahnhofs um 340 zunehmen, dank neuer Plätze an der Merkur- und an der Museum­strasse sowie beim Salzhaus. «Zur Rudolfstrasse hin wird es ein Minus geben, auf der Vorderseite ein Plus», fasst Bosonnet zusammen. Allerdings ist nicht garantiert, dass die neuen Plätze alle pünktlich zur Verfügung stehen werden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch