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Umbau der KVA scheint ein voller Erfolg

Diesen Herbst werden die Umbauarbeiten der KVA Winterthur abgeschlossen. Die Anlage produziert nun sogar noch mehr Strom und Fernwärme als ursprünglich berechnet – und der Umbau war erst noch günstiger als geplant.

2'400 Tonnen Stahl und 37'000 Tonnen Beton: diese Mengen an Baumaterial wurden beim Umbau der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Winterthur verbaut. Damit wurde das ursprüngliche Gebäude um 100 Prozent vergrössert. Die Umbauarbeiten stehen nun – bereits einige Monate früher als ursprünglich geplant – kurz vor dem Abschluss. «Dies ist ein grosser Erfolg für ein derart grosses Projekt», schreiben die Technischen Betriebe stolz.Dass sich der Umbau gelohnt hat, zeigen auch die heute veröffentlichten Zahlen: Die gesamte Sanierung kommt die Gebührenzahler mit 214 Millionen Franken sieben Prozent günstiger zu stehen als ursprünglich geplant. Und der Wirkungsgrad der Anlage hat sich um rund einen Drittel erhöht, wie die Stadt in ihrer Mitteilung schreibt. Aus der gleichen Menge Kehricht könne heute dank eines neuen Verbrennungsofens und einer neuen Turbine mehr Strom und Wärme gewonnen werden. Die Stadt verbrennt täglich rund 500 Tonnen Siedlungs- und Bauabfall. Die Abwärme, die dadurch entsteht, wandelt die KVA in Strom und Fernwärme um. Damit werden jährlich rund 20 Prozent des Winterthurer Strombedarfs und 8 Prozent der benötigten Fernwärme gedeckt.

Neu auch über Weihnachten genügend Fernwärme

Die Umbauarbeiten, vor allem für den neuen Verbrennungsofen, seien deshalb besonders anspruchsvoll gewesen, weil sie bei vollem Betrieb stattgefunden hätten. Es sei gleichzeitig gebaut, Kehricht angeliefert und im verbleibenden zweiten Ofen Kehricht verbrannt und Energie produziert worden. «Zeitweise standen auf der ehemals grössten Baustelle Winterthurs bis zu 150 Personen gleichzeitig im Einsatz», wie das Stadtwerk schreibt.Neu ist auch ein grösserer Bunker, in dem die KVA die Abfälle im Vorfeld der Weihnachtsfeiertage lagern kann. Wo früher wegen der fehlenden Anlieferung von Kehricht über Weihnachten ein Engpass an Energierohstoff bestand, kann das Stadtwerk die Anlage heute dank der Bunkerreserven durchgehend betreiben.

Handablad wird bereits rege benutzt

Durch die vierte Rauchgasreinigunsstufe, die neu eingebaut wurde, stösst die KVA nun noch weniger Schadstoffe aus als bisher. Der Wasserdampf, der über die Kamine abgesondert wird, unterschreite den in der Luftreinhalteverordnung festgehaltene Grenzwert an Schadstoffen deutlich.Als Erfolg bezeichnet die Stadt auch den neuen Handablad, den es seit Anfang Juli auf der Anlage gibt (der «Landbote» berichtete). Das Angebot, dass auch Privatpersonen ihren Sperrmüll oder grosse Mengen Abfall direkt zur Entsorgungsstelle bringen können, habe sich bewährt und werde rege genutzt.

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