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Und wer durchleuchtet die Kesb?

Kindstötung in FlaachDiverse Artikel und Leserbriefe

Durch das Familiendrama in Flaach ist erneut die Arbeitsweise der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) in die Kritik geraten. Durch Probleme mit einem unserer vier Kinder sind wir vor knapp eineinhalb Jahren mit der Kesb erstmals in Berührung gekommen.

Die Kritik vonseiten der Bevölkerung, der Gemeinden und der Politiker sollte genauso ernst ­genommen werden wie die Gefährdungsmeldungen, die an diese Behörde gemacht werden. Erhält die Kesb eine Gefährdungsmeldung, muss dieser in jedem Fall von Amtes wegen nachgegangen werden.

Für uns betroffene Familien bedeutet es, das ganze Familienleben samt unseren Erziehungsansichten offenzulegen. Wir werden auf Herz und Nieren geprüft, haben uns den Terminen zu fügen. Wenn wir im Wartezimmer sitzen, bewacht von einigen Überwachungskameras, fühlen wir uns wie Verbrecher. Die formellen Anhörungen, die wir bisher immer als «beschuldigt» verlassen haben, hinterlassen jeweils den Geruch einer Gerichtsverhandlung. Obwohl uns mündlich bestätigt wurde, dass wir gut für unsere anderen Kinder sorgen, die nichts mit den Problemen zu tun haben, wurde ein Verfahren zur Abklärung von Kindesschutzmassnahmen in die Wege geleitet. Hier entsteht ein gewaltiger Druck für die ganze Familie, insbesondere für die zu Hause lebenden Geschwister. Mit diesem Druck umzugehen, ist nicht einfach. Also stellen wir uns auch diesen Abklärungen und hoffen, dass das Verfahren bald abgeschlossen werden kann.

Doch wie steht es mit der Kesb? Werden jetzt bei ihr in derselben Weise, wie es bei Betroffenen gemacht wird, Verfahren eingeleitet, die die Arbeitsvorgänge beziehungsweise die Arbeitsweise der Behörde, nicht nur im Fall Flaach, überprüfen?

Gerade im Namen des Kinderschutzes ist es dringend nötig, die Arbeitsweise der Kesb und die Auswirkungen davon genau, notfalls zusammen mit betroffenen Familien, unter die Lupe zu nehmen.

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