Zum Hauptinhalt springen

«Unhaltbare Zustände» auf dem Durchgangsplatz

Der Durchgangsplatz in Oberwinterthur, 2013 für Schweizer Fahrende erstellt, wird von ausländischen Roma vereinnahmt. Die Polizei klagt über unhaltbare hygienische Zustände und fordert den Stadtrat zum Handeln auf.

Menschliche Exkremente säumen den Spazierweg neben der Deponie Rietberg. Rund um den Durchgangsplatz für Fahrende werden Wege und Waldrand als Freilufttoilette benutzt. Seit Juli seien gehäuft Beschwerden bei der Stadtpolizei eingegangen, bestätigt deren stellvertretender Kommandant, Daniel Beckmann. Für Beckmann ist klar: «Die jetzige Situation ist unhaltbar.» Eingeweiht wurde der 500 000 Franken teure Platz im Frühjahr 2013 mit der Vorgabe, Schweizer Fahrenden Raum für ihre Wohnwagen zu bieten. Aktuell erfülle dieser Platz diese Vorgabe aber klar nicht, sagt Beckmann. Der Platz ist derzeit ausschliesslich durch ausländische Roma belegt. Schweizer Fahrende fänden keinen Platz, da jeder frei werdende Stellplatz sofort durch andere Roma aufgefüllt werde. Es gebe regelrechte Warteräume. Als solcher wurde, verbotenerweise, auch die «Filetstückwiese» neben dem Technorama benutzt. Die Fehlbaren seien gebüsst worden. Auf und rund um den Durchgangsplatz sorgen nicht nur die Toilettensitten für rote Köpfe, auch Malerarbeiten am Feldrand, zugeparkte Deponiezufahrten oder gefährlicher Umgang mit Strom machten den Stadtpolizisten bei ihren täglichen Kontrollgängen zu schaffen. Eine Folge des KVA-Brands «Wir wurden von dieser Entwicklung überrascht», sagt Beckmann. Bei der Planung des Platzes sei man davon ausgegangen, dass Roma in grösseren Verbünden reisten und den Winterthurer Platz umfahren würden. Zugespitzt hat sich die Situation nach dem Brand in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA). Seither sorgt eingelagerter Kehricht auf der nahen Deponie Rietberg für Geruchsemissionen. Viele Schweizer Fahrende reisten in der Folge ab. Die Stadtpolizei hofft jetzt auf einen baldigen politischen Entscheid durch Stadträtin Barbara Günthard-Maier (FDP). Es gelte, den Platz bald wieder seinem Bestimmungszweck zuzuführen. Und zwar möglichst ohne sich dem Vorwurf der Diskriminierung auszusetzen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch