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Uni Zürich hält an Entlassung von Professorin fest

Die Universität Zürich (UZH) hält an der Entlassung der Titularprofessorin Iris Ritzmann fest, zahlt ihr aber den Lohn bis zum Ende der Kündigungsfrist. Dies teilte die UZH am Mittwoch mit.

Ein Gutachten zur Rechtmässigkeit der Entlassung hatte ergeben, diese sei "vertretbar und faktisch begründet". Die anfängliche Forderung der UZH, Ritzmann habe ihr Gehalt für die bisherige Dauer des Strafverfahrens - einen Jahreslohn - zurückzuzahlen, stufte der Gutachter dagegen als "eher unangemessen" ein. Er empfiehlt im Gegenteil die Lohnfortzahlung während der ganzen Kündigungsdauer.

Einen Rechtsanspruch der Entlassenen auf Wiedereinstellung sieht der Gutachter dagegen nicht. Von einer Überprüfung ihrer Lehrbefähigung und einem Entzug des Titels "Titularprofessorin" rät er ab. Die UZH folgt allen Empfehlungen.

Ritzmanns Entlassung steht im Zusammenhang mit der Affäre Mörgeli. Der Professorin wird vorgeworfen, sie habe einem Journalisten vertrauliche Informationen zugespielt. Schon im November 2012 wurde deshalb ihr Arbeitsverhältnis als Titularprofessorin am Medizinhistorischen Institut sistiert. Ende Oktober 2013 kam dann die Kündigung.

Flurin Condrau übernimmt Museumsleitung wieder

Am 1. Februar wird Flurin Condrau seine Funktion als Leiter des Medizinhistorischen Instituts wieder aufnehmen. Im Wirbel der Auseinandersetzungen um die Entlassung des damaligen Leiters des Medizinhistorischen Museums, Titularprofessor und SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli, hatte er die Leitung vorübergehend abgegeben.

Für das Museum selbst stehen Neuerungen an: Es wird laut UZH "neu positioniert". Der Dekan der Vetsuisse-Fakultät, Felix Althaus, wurde mit der Erarbeitung eines Entwicklungskonzepts für das Museum beauftragt. Bereits angelaufen sei die Sanierung der Objektsammlung des Medizinhistorischen Instituts. Während der Sanierung bleibt das Museum geschlossen.

(sda)

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