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UNO meldet Menschenrechtsverletzungen und Zerstörungen in Libyen

UNO-Experten beklagen schwere Menschenrechtsverletzungen bei den Kämpfen in Libyen. Vor allem in der Hauptstadt Tripolis und in der Hafenstadt Bengasi ist die Lage schlimm, wie das UNO-Flüchtlingskommissariat UNHCR und die Libyenmission UNSMIL am Donnerstag erklärten.

Zwischen Mitte Mai und Ende August seien dutzende Familien von bewaffneten Gruppen entführt und gefoltert worden. Milizen würden vielerorts willkürlich Menschen töten sowie zivile Einrichtungen und Spital zerstören. UNSMIL schätzt, dass rund 150'000 Menschen ausser Landes geflohen sind. Mindestens 100'000 seien in Libyen auf der Flucht.

Seit Monaten kommt es im Land immer wieder zu blutigen Zusammenstössen zwischen islamistischen Kräften sowie nationalistischen Milizen. Viele Gruppen bestehen aus ehemaligen Rebellenkämpfern, die 2011 Langzeitherrscher Mummar al-Gaddafi gestützt hatten.

Seit zwei Wochen befindet sich Libyen zudem in relativer Führungslosigkeit: An zwei Orten im Land tagen rivalisierende Parlamente, beide haben eigene Regierungen in Auftrag gegeben.

(sda)

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