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Unregelmässigkeiten beim Bau der Autobahn

Weitere Unregelmässigkeiten rund um den Bau der A9 im Oberwallis: Bauunternehmen sollen für den Transport von Ausbruchmaterial zu viel verrechnet haben.

Bei den Unregelmässigkeiten beim Bau der A9 geht es um einen Betrag von insgesamt 2,3 Millionen Franken. Dies geht aus einem Bericht des Walliser Finanzinspektorats und des Bundesamts für Strassen (Astra) vom Januar 2014 hervor, über den der «SonntagsBlick» berichtete und der auch der Nachrichtenagentur SDA vorliegt. Beim Bau des Tunnels Visp, der ein Teil der Südumfahrung Visp ist, wurde demnach zu viel für den Abtransport von Ausbruchmaterial verrechnet. Rund 60000 Kubikmeter Material kamen nicht in den Deponien Goler und Riedertal an, sondern wurden offenbar am Tunnelportal gratis an Dritte abgegeben. Trotzdem verrechnete der Bauunternehmer für das Material Transportkosten. Die zu viel berechneten Transportkosten summieren sich gemäss dem Bericht auf 1,5 Millionen Franken. Der Betrag sei dem verantwortlichen Bauunternehmen Strabag AG mit Sitz in Glattbrugg ZH «in Rechnung zu stellen». Auch beim Bau des Tunnels Eyholz, der ebenfalls Teil der Südumfahrung Visp ist, wurden 830000 Franken zu viel für den Abtransport von Ausbruchmaterial verrechnet. Damit ist die Geschichte der Oberwalliser Autobahn A9 um ein weiteres unschönes Kapitel reicher. Im Jahr 2006 war bekannt geworden, dass der Kanton Vorauszahlungen in Millionenhöhe für noch nicht ausgeführte Bauleistungen bezahlt hatte. Die Walliser Staatsanwaltschaft klagte neun Personen an, darunter sechs Mitarbeitende der Sektion Nationalstrassen Oberwallis. Die Staatsangestellten wurden im Jahr 2012 vom Kantonsgericht wegen Urkundenfälschung verurteilt. Die A9 besteht heute aus den Teilstücken zwischen St.Maurice und Siders sowie zwischen Visp-Ost und Brig-Glis. Die seit Jahren laufenden Bauarbeiten betreffen das 31,8 Kilometer lange Teilstück zwischen Siders-Ost und Visp-Ost.

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