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Unter dem glücklichen Stern

Vier Vorhänge auf! für fünf Gänge: Das Casinotheater lädt ein zur elften Ausgabe von «Stille Kracht», dem vorweihnachtlichen Dinner-Spektakel.

Das kleine Glück kommt mit der Frischkäsetimbale im Pistazienmantel mit bunten Salatsträusschen, Sebastian Nitsch, der Comedian aus Berlin, gibt ihm die Stimme. Er sagt, man müsse schon drei Schritte zurückgehen, um zu hören, was das kleine Glück zu uns sagt: Geniess den Moment, zum Beispiel. Dann lässt Sebastian Nitsch das kleine Glück wieder aus seiner Hand: «Schön, dass du da warst.»

Mit einem leisen Abschied beginnt «Stille Kracht», das vorweihnachtliche Spektakel im Casinotheater. Aber im Lauf des Abends ist das kleine Glück immer wieder zu sehen. Es tritt auf beiden Bühnen im Festsaal auf und zwischendurch auch auf den Tellern – so wie es seine Art ist: manchmal als Luftwesen, dann wieder ganz leiblich.

Denn das kleine Glück kann ganz unterschiedliche Formen annehmen. Es sieht aus wie die kanadische Zirkusartistin Julie Lavergne, die den Spagat in den Strapaten zeigt und viele andere Kunststücke mehr, hoch in den Lüften und am Boden in der Roue Cyr. Das kleine Glück kann sich auch künstlich bewegen wie der Mechapraktiker Fatlum Musliji aus Bazenheid, bekannt aus der Sendung «Die grössten Schweizer Talente», Mensch und Maschine sind hier eins. Das kleine Glück kann auch singen wie Muttis Kinder, das A-cappella-Trio aus Berlin, oder den Bach rocken wie das Duo pro:c-dur aus dem Ruhrgebiet, alles ist hier eine Aufforderung zum fröhlichen Tanz.

Street Show und Kabarett

Das kleine Glück kann auch boxen und auch sonst recht komisch sein, dies mit dem Artistenduo Les Vitaminés aus Quebec und der Showbiz-Handtaschen-Hausfrau Helga Schneider alias Regula Esposito aus Zürich. Auch BMX fahren kann das kleine Glück, der Kleinradartist Frank Wolf führt diese Kunst vor – Street Show, Kabarett, Zirkus kommen auf diesen zwei Bühnen zusammen. – Das kleine Glück ist manchmal auch eine gebratene Wachtelbrust auf Preiselbeerchutney. Oder ein rosa gebratenes Kalbskarree. All das sind Programmpunkte von «Stille Kracht», dem Weihnachts-Dinner-Spektakel des Casinotheaters. Auch in der elften Ausgabe verheisst die Formel: vier Vorhänge, fünf Gänge von der Vorspeise bis zum Dessert, kleines Glück inklusive – nur die Getränke werden separat berechnet.

Am Mittwoch war Premiere, und ein heller Stern steht über diesem Abend. Impressario Rolf Corver hat um sich geschart, was kabarettmässig auf der Höhe der Vorweihnachtszeit ist. Zusammengekommen ist ein Mix von Comedy und Artistik. Wie immer dabei: das Trio infernale Herr Bitterli (Corver himself), Frau Sturzenegger (Pia Keel), Madame Fafa. Die drei interpretieren die Nummern der anderen ganz im Sinn einer hausgemachten, eigenen höheren Komik – und bleiben manchmal auch im Lift nach oben stecken.

Dann übernimmt aber wieder das kleine Glück. Sebastian Nitsch singt das Lied aus dem Leben einer Frau, die in den Supermarkt geht und sich in der Kosmetikabteilung die Beleidigung aussuchen muss, die am ehesten zu ihr passt – das Anti-Schuppen-Shampoo und die Anti-Aging-Creme zum Beispiel. Wunderbar harmonisch aber schliesst der Abend, noch einmal stehen alle auf der Bühne, die «Stille Kracht» zum Spektakel machten. Das Küchenpersonal und der Service gehören dazu. Und das kleine Glück ist auch irgendwo.

www.stillekracht.ch

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