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unter palmen Mitleid

Nach getaner Arbeit haben wir Journalisten zwei Varianten, den olympischen Park Richtung Medienzentrum zu verlassen: eine Viertelstunde spazieren oder eine Viertelstunde Bus fahren. Dass der Bus nicht schneller unterwegs ist, hat seine guten Gründe. Er legt bei jedem Stadion einen Halt ein, um weitere Kollegen von uns einzuladen. Der Fahrer hält sich dabei strikt an Route und Marschtabelle. Die führt uns hartnäckig zum Stopp an der Haltestelle «Olympic Stadium Fischt». Dort stehen zwei oder drei Volunteers, die ihre Strichlein machen. Ihre Statistik soll den Personenverkehr exakt erfassen. Sie machen ja nur ihren Job, aber ein bisschen Mitleid haben sie verdient. Denn seit der Eröffnungsfeier findet im «Fischt» nichts mehr statt. Dar­um hat auch niemand einen Grund, dort ein- oder auszusteigen. Erst am Sonntag, zur Schlusszeremonie, wird die Geisterhaltestelle wieder belebt sein. Bis dann sind die Freiwilligen, so ist anzunehmen, genügend beübt worden. (jch)

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