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Ursula Gut kandidiert nicht mehr

zürich. Finanzdirektorin Ursula Gut (FDP) verzichtet im nächsten Frühling nach acht Jahren auf eine erneute Kandidatur. Sie wolle kein politisches Amt mehr.

Die FDP des Kantons Zürich sucht eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Regierungsrätin Ursula Gut (Bild). Gestern teilte die 61-jährige Finanzdirektorin mit, dass sie zu den Wahlen im kommenden Frühling nicht mehr antreten will. «Ich will nicht über das Pensionsalter hinaus in diesem anspruchsvollen Amt tätig sein», sagt die Küsnachterin, die 2006 gewählt wurde. Die FDP macht sich nun mit einer Findungskommission auf die Suche nach möglichen Nachfolgern.

Genug Interessenten

An interessierten Personen aus der FDP, die gerne ein Regierungsamt übernehmen würden, mangelt es nicht. Zu ihnen zählen etwa Regine Sauter, Carmen Walker Späh, Beatrix Frey-Eigenmann und Thomas Vogel. Alle vier gehören dem Kantonsrat an, Vogel ist dort Fraktionschef. «Ich bin der Meinung, dass jetzt eine Frauenkandidatur im Fokus steht», sagt Vogel. Er findet aber nicht, dass die FDP zwingend eine Frau ins Rennen schicken muss. Die Nomination nimmt die Partei Anfang Oktober vor. Die Freisinnigen belegen derzeit zwei Sitze im Regierungsrat. Erneut kandidiert FDP-Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger, der seit 2007 Regierungsrat ist.

Zu wenig gespart

SVP-Fraktionschef Jürg Trachsel attestiert Gut, im aktuellen Kräfteverhältnis eine recht gute Finanzpolitik gemacht zu haben. Nur bei der Aufwandsenkung sei sie zu wenig streng gewesen, sagte er ge­gen­über der Nachrichtenagentur SDA. SP-Kantonalpräsident Daniel Frei lobt Guts Integrität und Grad­linigkeit. Negativ beurteilt er ihre «Schwarzmalerei» beim Budgetieren. Ausserdem sei un­ter ihr zu wenig investiert worden. CVP-Fraktionschef Philipp Kutter findet, Gut habe den BVK-Korruptionsskandal gut gemeistert.

Die Finanzdirektorin war auch Ansprechpartnerin für die Vereinigten Personalverbände. In ihrer Amtszeit hätten die Löhne der Staatsangestellten nicht mit der allgemeinen Lohnentwicklung mithalten können, kritisieren sie. Positiv vermerken sie, Gut habe sich energisch für eine Finanzspritze an die kantonale Pensionskasse BVK von zwei Milliarden eingesetzt. Kommentar rechte Spalte

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