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«Urteil und Klage sollen uns einschüchtern»

Die heute 22-jährige Céline erlitt vor fünf Jahren mehrere Herzstillstände und musste in ein künstliches Koma versetzt werden, aus dem sie schwerbehindert wieder erwachte. Laut den Ärzten könnte die Einnahme der Antibabypille Yasmin zur Verstopfung eines Blutgefässes geführt haben. Die Bayer-Pille steht im Verdacht, das Risiko für solche Blutgerinnsel zu erhöhen. Aus diesem Grund entschied sich die Mutter, Claudia Pfleger, gegen Bayer vor Gericht zu ziehen und auf Schadenersatz und Genugtuung von rund 5,4 Millionen Franken zu klagen. In den «Schaffhauser Nachrichten» erklärte sie gestern, was sie vom erstinstanzlichen Urteil und von Bayers Klage hält: «Mit diesem Urteil werden Leute eingeschüchtert, weil sie am Ende noch für das, was sie erlitten haben, bestraft werden. Mit der Klage will Bayer Verantwortung abwälzen.» Pfleger stellt auch klar, war­um sie eine derart horrende Summe fordert: Die Summe sei von Experten aufgrund der Annahme berechnet worden, welche Pflegemassnahmen ihre Tochter bis an ihr Lebensende benötigen werde. Sie ist überzeugt, dass der Hersteller dafür haften müsse. (mö)

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