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US-Brände zerstören riesige Flächen

Washington. Wald- und Buschbrände in den USA haben in diesem Jahr bereits eine Fläche von der Grösse der Hälfte der Schweiz zerstört. Auch der Kampf gegen das Feuer auf La Gomera zieht sich hin.

Nach Angaben des TV-Senders NBC wurden in diesem Sommer in den Vereinigten Staaten bereits rund 25 900 Quadratkilometer von Wald- und Buschbränden vernichtet. Das ist eine Fläche so gross wie die halbe Schweiz. Am bedrohlichsten sei die Lage derzeit im Bundesstaat Idaho. Dort kämpfe auch die Nationalgarde gegen Dutzende Brandherde.

Dagegen gebe es erste Fortschritte im Staat Washington, wo über ein Viertel der Feuer unter Kontrolle sei. Allerdings könnten sich durch die grosse Hitze nach wie vor Brände neu entfachen. Allein in Washington wurden 70 Häuser evakuiert.

Schwer betroffen ist auch weiterhin Kalifornien. Dort sind rund 8000 Feuerwehrleute im Kampf gegen etwa ein Dutzend gefährliche Brände mobilisiert.

Mehr als zwei Drittel der USA leidet seit Wochen unter massiver Trockenheit. Temperaturen von bis zu 40 Grad und in manchen Regionen sogar noch höher bescheren den Feuerwehrleuten in ihrem Kampf gegen die Flammen immer wieder Rückschläge.

Schäden an Weltnaturerbe

Auch auf der Kanaren-Insel La Gomera wüten die Feuer ohne Ende: «Das kann noch Wochen dauern», sagte die Umweltbeauftragte der Inselverwaltung, Ventura del Carmen Rodríguez, nach spanischen Medienberichten gestern. «Nach Angaben der Experten hält die Glut sich unter der Erdoberfläche verborgen. So ein Feuer ist schwer zu löschen.»

Der vor knapp zwei Wochen ausgebrochene Waldbrand hatte sich über mehr als zehn Prozent der gesamten Insel ausgebreitet. Die Flammen richteten Schäden im Garajonay-Nationalpark an, der zum Weltnaturerbe der Unesco gehört.

Die Löschmannschaften versuchten gestern, den Brand im Norden der Insel weiter einzudämmen. Für das Wochenende wurde in Spanien eine neue Hitzewelle erwartet, die die Gefahr von Waldbränden wieder vergrössern dürfte.

Drehende Winde

Bei den schweren Waldbränden in Frankreich in diesem Jahr wurden an der Atlantikküste mindestens 550 Hektaren Pinienwald zerstört. Das Feuer in der Nähe des Badeortes Lacanau konnte gestern unter Kon- trolle gebracht werden, nachdem es über Nacht nachgelassen hatte, wie die Präfektur des Départements Gironde mitteilte.

Rund 200 Feuerwehrleute hatten seit Donnerstag gegen den Brand gekämpft, der durch sich drehende Winde immer wieder angefacht worden war. Als Ursache des Brandes vermutet die Polizei einen aus dem Auto geworfenen Zigarettenstummel. Wegen der bevorstehenden Hitzewelle sowie wegen der Winde wird befürchtet, dass das Feuer erneut angefacht werden könnte. (sda)

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