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US-Bundesstaat übernimmt Finanzen der Pleitestadt Detroit

Der US-Bundesstaat Michigan übernimmt praktisch die Finanzkontrolle über die einst blühende Autostadt Detroit. Gouverneur Rick Snyder ernannte einen Insolvenzanwalt, der als Notfall-Manager die seit Jahrzehnten notleidende Stadt retten soll.

Detroit ist damit die grösste Stadt der USA, deren Finanzkontrolle von ihrem Bundesstaat übernommen wird. "Das ist in vieler Hinsicht ein trauriger Tag", sagte Snyder. "Aber ich möchte nochmals sagen, dass es sich um eine Chance handelt", fügte er hinzu. Es sei der letzte Versuch, die marode Stadt vor dem völligen Finanzkollaps zu bewahren, hiess es.

Vor der Autokrise war Detroit einst mit über zwei Millionen Einwohnern die viertgrösste Stadt der USA. Heute leben dort nur noch 700'000 Menschen. Die kurzfristigen Schulden belaufen sich auf 100 Mio. Dollar - die langfristigen Verbindlichkeiten liegen bei 14 Mrd. Dollar.

Der Insolvenzanwalt Kevyn Orr hatte bereits vor Jahren den Autokonzern Chrysler erfolgreich durch die Krise gebracht. Er hat jetzt praktisch das alleinige Recht, über den Etat Detroits zu verfügen, städtische Angestellte zu feuern und Stadtbesitz zu verkaufen.

(sda)

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