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Veloroboter, die wir brauchen

Der Winterthurer Velo­roboter floppt. Kein Mensch will ihm seinen Drahtesel zum Parkieren anvertrauen. Über die Gründe wird noch gestritten. Liegt es an der peripheren Lage im Kesselhaus? Winterthurer Velofahrer sind ja notorisch fussfaul und würden am liebsten erst auf dem Gleis anhalten. Oder wurde das teure Pionierprojekt einfach zu wenig beworben? Vielleicht ist parkieren aber auch einfach nicht die spannendste Tätigkeit, die Maschinen dem Velofahrer abnehmen können. Das Pumpen, Trampen (E-Bike) und Schläucheverkaufen (Pneu-Automat) funktioniert automatisiert ja bestens. Falls der Verwaltung das Risikokapital mal wieder locker sitzt, würde der Stadtverbesserer folgende drei Maschinen besonders begrüssen. Die Velowaschstrasse: Wenn man sein Rad nicht auf offener Strasse waschen will, den Putztag der Pfadi verpasst hat und sich schämt, zum Velohändler zu gehen, weil man ein Baumarkt-Velo fährt, dann fehlt sie sehr: die Velowaschstrasse. Mit Schonbürsten und Heisswachs. Für Schnelle und Verwegene gibt es sie gleich zum Durchfahren, dann ist die Regenjacke auch gleich wieder imprägniert. Der Velolift: Er käme am Breite-Hang und am Bäumli zum Einsatz. Das Prinzip ist einfach: Festhalten am Bügel und nicht umfallen. Jeder, der in Schul­tagen einen Kollegen mit Puch-Töffli hatte, weiss, wie das geht. Der Greifroboter: Per Steuerknüppel dirigiert man eine (verdächtig ungeschickte) Greifklaue und versucht, aus einem Glaskasten, gefüllt mit falsch parkierten und herrenlosen Velos, sein Wunschgefährt rauszufischen. Wäre an verschiedenen unbenutzten Kranbahnen im Sulzer-Areal denkbar. Das Münz der vielen Fehlversuche fliesst in neue Pionierprojekte rund um Velos und Gasproduktion.

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