Zum Hauptinhalt springen

Veltheim bezwingt den Leader

winterthur. Zwei Aufsteiger trumpfen zum Zweitliga-Rückrundenstart auf: Veltheim schlägt den bisherigen Leader Beringen 2:1 und Neftenbach besiegt das drittplatzierte Regensdorf 3:1.

Er sei «unheimlich stolz und mehr als zufrieden auf das, was meine Mannschaft gegen Beringen gezeigt hat», betonte Veltheims Trainer Raphael Reinhard. Er musste zahlreiche Spieler ersetzen. Bruno Sutter, sportlich wieder fit, fehlte aus familiärem Grund. Veltheims Neuverpflichtung von Tössfeld, Salvatore Ciancio, war beruflich abwesend. Pascal Spänni fehlte ebenfalls. Philipp Stucki, Pascal Wehrli und Benjamin Kuhn waren verletzt. Marc Sprunger hat seine sportliche Karriere in der Winterpause beendet. Reinhard hatte zwei junge Debütanten im Team: Arber Bajrami (Jahrgang 1995) spielte ebenso stark wie Danijel Stefanovic, ein B-Junior.

Veltheim startete gegen den Aufstiegsaspiranten erfolgreich. Mit einem Volleyschuss traf Sven Buchmann zum 1:0 (2.). Der SCV dokumentierte bereits im ersten Abschnitt mehr Präsenz und Siegeswillen. Diesbezüglich schien Beringen etwas diskret und glaubte wohl, im Verlauf des Spiels die Wende schon noch herbei führen zu können. Doch die Gäste rechneten nicht mit dem äusserst couragiert aufspielenden Platzklub, der seine frühe Führung mit weiteren guten Aktionen zu bestätigen wusste. «Wir hätten zur Pause mit zwei, drei Toren führen müssen», sagte Reinhard. Beringen hatte in der ersten Halbzeit keine gefährliche Torszene zu vermelden.

Kurz nach der Pause erhöhte Stan Freid auf 2:0 (48.). Veltheim vergab die frühe Siegessicherung. Einerseits hatte Buchmann einen Lattentreffer zu vermelden (67.). «Andererseits vergaben wir viermal alleine vor dem Torhüter das sicher scheinende 3:0», wie Reinhard bestätigte. Nach diesen Unterlassungssünden wurde es in der Schlussphase nochmals eng. Beringen schaffte knapp fünf Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer. «Wir bauten die Gäste nochmals auf», sagte Reinhard. Er fand, dass «unser Sieg aber mehr als nur in Ordnung geht. Wir gewannen die entscheidenden Zweikämpfe und hatten weit mehr Siegeswillen.»

Wintermeister Beringen kam nie richtig ins Spiel, hatte kaum gefährliche Aktionen und kassierte die dritte Saisonniederlage. Veltheim gewann zum fünften Mal und vermochte sich etwas Luft auf die Abstiegszone zu verschaffen. Wichtiger noch: Die Moral stimmt.

Neftenbachs verdienter Lohn

«Das war der verdiente Lohn der harten Arbeitsleistung meiner Mannschaft in den letzten drei Monaten», meinte Trainer Stephan Meili, nachdem sein FC Neftenbach die Regensdorfer mit einem 3:1 (1:1) auf die Heimreise geschickt hatte. Meili gestand, dass «wir mit den äusseren Widrigkeiten und Platzverhältnissen besser zurechtkamen». Die Platzherren verdienten sich den Sieg, weil «wir in der zweiten Halbzeit dominierten und das Spiel machten. Regensdorf fehlte es eindeutig an der Kreativität».

Die Gäste besassen in der ersten Halbzeit zwar mehr Ballbesitz, was aber klar auf das taktische Verhalten der Platzherren zurückzuführen war. Mit einer schönen Kombination bereitete Neftenbach kurz vor der Pause den Führungstreffer vor. Lukas Mäder tankte sich durch und bediente Felix Gröbli, der nur noch einschieben musste (41.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte glich Regensdorf aus. Das Treffen auf dem tiefen Platz verlief erwartungsgemäss kampfbetont, behagte den gross gewachsenen Gästen aber wenig.

Neftenbach übernahm nach dem Seitenwechsel das Diktat. René Scherer erzielte die erneute Führung der Platzherren (62.) und Lukas Mäder besorgte zehn Minuten vor Schluss das 3:1. Regensdorf besass keine spielerischen Mittel, um dem kämpferischen Einsatz des Neulings entscheidende Gegenwehr leisten zu können. Das Team von Stephan Meili wusste mit viel Einsatzwillen und Feuer zu gefallen. «Eigentlich so wie immer, ausser in der Vorrunde gegen Dübendorf», verglich der Trainer.

Roger Huggler und Silvan Bernet, beide leicht angeschlagen, kamen nicht zum Einsatz, wie auch Reto Stähli, der erst von seiner Australienreise zurückgekehrt ist. Der Aufsteiger, der noch Potenzial nach oben zu haben scheint, muss bereits am Mittwoch wieder in die Hosen und empfängt Beringen. Dann fehlen Lienert wegen seiner vierten Verwarnung und Gröbli, der in der zweiten Halbzeit eine Zerrung einfing.

Nicht zwingend verloren

Motiviert und zuversichtlich reiste Bassersdorf zu den Reserven des FC Schaffhausen. Vom Duell am Tabellenstrich erhoffte sich das Team, das weiterhin von Marcel Tanner und Pascal Arpagaus trainiert wird, wichtigen Punktezuwachs. Daraus wurde nichts. Bassersdorf bezog auf dem grossen Kunstrasen des SV Schaffhausen eine nicht zwingende 1:2-Niederlage. «Wir waren in der ersten Halbzeit nicht präsent, machten nicht das, was wir Trainer gefordert hatten, und waren zu wenig aggressiv», sagte Tanner

Bassersdorf überliess im ersten Durchgang den Platzherren die In­itia­ti­ve und kam kaum zu einer Chance. Nachdem Torhüter Stähli den Ball fallen gelassen hatte, gerieten die Bassersdorfer in Rückstand. Sie kamen nach der Pause verwandelt auf den Platz und waren nun aktiver. Tanner freute sich: «Wir waren im zweiten Abschnitt näher beim Gegner und konnten auch die Zweikämpfe gewinnen.» Domi besorgte das 1:1. Basserdorfs Hoffnung auf einen Punktegewinn blieb bestehen. Doch auf Corner hin kassierten die Gäste den erneuten Rückstand (75.).

In der Schlussphase wehrte Stähli einen Foulpenalty ab. «Wir hatten genügend Chancen, um das Unentschieden zu schaffen», fand Tanner. «Trotz der Niederlage und der etwas verschlafenen ersten Hälfte bin ich mit meiner Mannschaft zufrieden. Wir spielen auf gutem Niveau und haben in der zweiten Hälfte eine mehr als anständige Kollektivleistung gezeigt.»

Wieder nichts in Effretikon

Erwartungsgemäss kam im Eselriet das Abstiegsduell zwischen Effretikon und Tössfeld nicht zur Austragung. Es soll am Gründonnerstag um 19.45 Uhr nachgeholt werden. Doch herrschen im Eselriet wie in der Vorrunde äusserst bedenkliche Platzverhältnisse. In der ersten Saisonhälfte konnten die Effretiker einzig drei Heimspiele austragen. (hmi)

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch