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Verfahren gegen Luis Suarez

Uruguay

Die Fifa hat ein Disziplinarverfahren gegen Luis Suarez eingeleitet, der vorgestern im Match gegen Italien seinen Gegenspieler Giorgio Chiellini in die Schulter gebissen hatte. Der Stürmer und der uruguayische Verband hatten bis gestern Abend um 22 Uhr Schweizer Zeit die Möglichkeit, ihre Position darzulegen. Suarez selber verzichtete auf eine Aussage gegenüber der Fifa. Geäussert hatte er sich freilich gegenüber den Medien: «Das passiert im Spiel und auf dem Platz. Man sollte dem keine Bedeutung beimessen», meinte er un­mittelbar nach dem Spiel.

Ganz anders, als es Suarez gerne hätte, wurde die Attacke in England wahrgenommen, wo der Liverpool-Stürmer letzte Saison zum besten Spieler der Premier League gewählt worden war: «Bannt dieses Monster», forderte der «Daily Telegraph». «Macht Beisser Suarez zum Geächteten», lautete die Schlagzeile bei «Daily Mail».

Die Fifa kann gemäss ihrem Disziplinarkodex einschreiten, wenn eine Spielszene vom Schiedsrichter nicht beobachtet wurde, wie es in Natal offenbar der Fall war. Der Weltverband wird aufgrund der Fernseh­bilder entscheiden. Bereits am Samstag steht der WM-Achtelfinal zwischen Uruguay und Kolumbien an. Dann muss die Akte Suarez wieder geschlossen sein, um den Turnierverlauf nicht zu gefährden.

Suarez droht eine lange Sperre, denn er gilt als Wiederholungstäter mit einer langen Akte. Bereits in seiner Zeit bei Ajax Amsterdam und auch bei Liverpool war er für Beissattacken gesperrt worden. Zudem wurde er auch schon wegen rassistischer Äusserungen gegen den Franzosen Patrice Evra für einen längeren Zeitraum verbannt. Bei der vergangenen WM hatte er im Viertelfinal gegen Ghana für ein absichtliches Handspiel auf der Torlinie die ­Rote Karte gesehen und den Halbfinal gegen Holland (2:3) verpasst.

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