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Verkehrsregeln sind dafür da, dass sie eingehalten werden – von allen

Im Strassenverkehr gibt es Regeln. Diese haben einen Sinn: Sie dienen der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Diese Regeln sind keine Empfehlungen. Sie müssen per Gesetz eingehalten werden. Wer es nicht tut, riskiert, andere und sich selber in grosse Gefahr zu bringen. Wer erwischt wird, bekommt zu Recht eine Busse.

Daniel Blumer ist designierter Polizeichef der Stadt Zürich. Gerade im Strassenverkehr muss er es genau nehmen mit den Regeln. Schliesslich ist er einer von denen, die für die Einhaltung dieser Regeln stehen – als Chef sogar in noch höherem Masse als gewöhnliche Beamte.

Klar, allen kann einmal ein Fehler passieren. Aus Unachtsamkeit fährt man vielleicht einmal etwas zu schnell (ohne jemanden zu gefährden), oder man lässt das Auto zehn Minuten länger als erlaubt auf dem bezahlten Parkplatz stehen. Auch wenn das für einige als Bagatelle angeschaut werden kann: Es handelt sich um Gesetzesübertretungen. Ein Gesetzeshüter muss sich dessen bewusst sein und solche vermeiden. Er muss das Gesetz selber besonders streng befolgen, damit er es nach aussen vertreten kann.

Stadtrat Daniel Leupi kommunizierte offen über das Sündenregister seines künftigen Polizeichefs. Doch dass Blumer ihn nicht früher informierte, sollte er kritischer hinterfragen. Transparenz ist etwas, das man von Chefbeamten erwarten darf.

Leupi muss sich auch überlegen, was er für ein Signal aussendet, wenn er einen Verkehrssünder zum Polizeichef macht. Er sagt damit, dass es sich bei Verkehrsdelikten um Kavaliersdelikte handelt oder zumindest um Delikte, die nicht so ernst zu nehmen sind. Das geht nicht. Ein Polizeichef muss eine weisse Weste haben, sonst wird ihn niemand ernst nehmen. Oder man denkt sich beim nächsten Mal auf der Autobahn: «Wenn der Polizeichef rechts überholt, kann ich das ja auch tun.» Und das ist gefährlich.

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